Benötigte Heizleistung berechnen

Zuerst solltest Du klären, wie viel Deine Heizung eigentlich leisten muss. Die Heizleistung kannst Du ganz einfach berechnen!

Grundlage hierfür sind die Leistungsangaben der Heizung. Diese setzen sich zusammen aus folgenden Faktoren:

  • der Heizungsvorlauftemperatur
  • der Heizungsrücklauftemperatur
  • der Raumtemperatur

Ältere Zentralheizungen arbeiten noch mit hohen Vorlauftemperaturen von 80 °C oder 90 °C. Nach der heutigen Wärmeschutzverordnung werden Heizungsanlagen im Niedertemperaturbereich ausgelegt.

Je niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto grösser muss der Raumheizkörper ausgelegt werden.

Nutze zum Ermitteln eine klassische Faustregel. So einfach geht’s:

  • Raumgrösse feststellen (z.B. 20 qm)
  • Gewünschte Raumtemperatur wählen
  • Heizleistung gemäss Baujahr Haus (W/qm) aus der unteren Tabelle ablesen

Raumgrösse x Heizleistung (W/qm) = benötigte Heizleistung Deines Raumes.
Faustregel
Gewünschte Raumtemperatur 18 °C 20 °C 24 °C
Baujahr Haus bis 1982 111,6 W/m² 121,6 W/m² 141,7 W/m²
1983 bis 1994 90.0 W/m² 99,2 W/m² 115,9 W/m²
ab 1995 73,9 W/m² 80,8 W/m² 94,6 W/m²

Beispielrechnung:

Badezimmer Baujahr Haus 1993 = 20 qm
Heizleistung (W/qm) (bei Raumtemperatur 24°C) = 115,9 W/qm
20 qm x 115,9 W/qm = 2.318 W

Wir empfehlen, mit mindestens 100 W/qm zu rechnen.

Dann: Passenden Flachheizkörper auswählen

Um den Heizkörper nach der ermittelten Heizleistung auszuwählen sind folgende Faktoren zu beachten:

  • Die ermittelte, benötigte Heizleistung (s.o.)
  • Die Höhe der Vorlauftemperatur (Heizkesseleinstellung)
  • Bauliche Einschränkungen (z.B. Fensternische)
  • Die Grösse des Heizkörpers (Oberfläche, Heizkörpertyp)
  • Heizkörper mitnehmen oder bestellen

Folgende Tabellen geben Aufschluss über die richtige Auswahl Deines Flachheizkörpers:

  • Typ 10

    Typ 10

    Einlagig ohne Konvektor
    Bautiefe 44 mm

  • Typ 11

    Typ 11

    Einlagig mit Konvektor
    Bautiefe 55 mm

  • Typ 20

    Typ 20

    Zweilagig ohne Konvektor
    Bautiefe 76 mm

  • Typ 22

    Typ 22

    Zweilagig mit Konevktor
    Bautiefe 100 mm

  • Typ 33

    Typ 33

    Dreilagig mit Konvektor
    Bautiefe 162 mm

von

So einfach geht's:

1. Tabelle mit Deiner passenden Vorlauftemperatur auswählen
2. Benötigte Heizleistung (W) aus der Tabelle auswählen (evtl. mehrere Heizkörper)
3. Gewünschten Heizkörper in passender Grösse bestimmen

* Heizkörper auch mit 4-fach Anschluss lieferbar.

Hornbach
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Das siehst Du hier
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Masse des Heizkörpers (Höhe x Länge)
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Heizkörpertyp
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Heizleistung in Watt

Heizleistung in Watt (W) Vorlaufzeit von 55 °C

Heizleistung in Watt (W) Vorlaufzeit von 55 °C

Heizleistung in Watt (W) Vorlaufzeit von 55 °C

Info

Bei niedriger Vorlauftemperatur benötigst Du einen grösseren Heizkörper für die gleiche Heizleistung. Die Grösse des Heizkörpers ist abhängig von Baulänge und Bauhöhe sowie der Bautiefe. Die Bautiefe wird bestimmt durch den Heizkörpertyp (siehe oben).

Heizleistung in Watt (W) Vorlaufzeit von 70 °C

Heizleistung in Watt (W) Vorlaufzeit von 70 °C

Heizleistung in Watt (W) Vorlaufzeit von 75 °C

Heizleistung in Watt (W) Vorlaufzeit von 75 °C

Anleitungen rund um Heizkörper-Installation

Heizkörper tauschen

Keine Frage, Heizkörper sind sehr robust. Doch früher oder später ist auch hier mal ein Wechsel notwendig. Heizkörper austauschen ist eine ziemlich einfache Angelegenheit, da sie auf spezielle Konsolen gehängt werden. ...mehr

Heizung entlüften

Wenn Deine Heizkörper nicht richtig warm werden und/oder gluckernde Geräusche von sich geben, ist es möglich, dass sich Luft in Deiner Heizungsanlage befindet. Durch das Entlüften der Heizung kann das Problem behoben werden. So geht's:

  • Lege einen alten, saugfähigen Lappen, den passenden Entlüftungsschlüssel und ggf. eine Zange zum Öffnen der Luftschraube bereit.
  • Drehe das Thermostatventil des Heizkörpers gegen den Uhrzeigersinn, um es zu öffnen.
  • Halte den Lappen unter die Öffnung der Luftschraube der Heizung.
  • Öffne die Luftschraube mit dem Entlüftungsschlüssel - entweder per Hand oder ggf. mit einer Zange.
  • Nun sollte Luft austreten. Die Luft so lang austreten lassen, bis Wasser aus der Luftschraube austritt. Dann die Schraube wieder schliessen.
  • Jetzt kannst Du das Thermostatventil wieder im Uhrzeigersinn auf die Ausgangsstellung zurückdrehen.
  • Überprüfe nach dem Entlüften den Druck der Heizungsanlage. Dieser sollte über 1,2 bar betragen (Angabe am Manometer der Heizung/des Heizkessels).

Verschiedene Arten von Heizkörpern

Sehen Heizkörper nicht immer gleich aus? Wenn man genau hinschaut, gibt es auch hier grosse Unterschiede. Lang, breit, schmal, gross, klein, gegliedert, gerillt, glatt... Die Auswahl des richtigen Heizkörpers richtet sich nach den Umständen in Deinen vier Wänden, nach der Bauart und nach Art des Anschlusses.

Konvektionswärme oder Strahlungswärme – was ist besser?

Fangen wir von vorne an. Bei der Auswahl eines Heizkörpers ist, neben Form und Farbe, auch auf die Art der Wärmeübertragung zu achten. Diese ist für ein angenehmes Raumklima in Wohnräumen von entscheidender Bedeutung.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass der Heizkomfort in Wohnräumen umso grösser ist, je höher der Anteil an Strahlungswärme ist.

Im Gegensatz zur Konvektionswärme, die durch die Erwärmung kalter Luft am Heizkörper entsteht und zu einer erhöhten Luft- und Staubzirkulation im Raum führt, entsteht Strahlungswärme durch Strahlen im Infrarotbereich, die nur feste Gegenstände, wie Wände und Möbel, erwärmen und dadurch die Raumluft nicht aufwirbeln.

Hier erhältst Du einen Überblick über Deine Möglichkeiten. Modelle wie Planheizkörper strahlen einen höheren Anteil an Konvektionswärme aus, während Fussbodenheizungen oder Infrarotheizungen mehr Strahlungswärme ausstrahlen.

Planheizkörper

Planheizkörper sind die Alleskönner für Neubau oder Modernisierung. Die glatte Oberfläche sorgt für ein elegantes Design. Planheizkörper sind mit 6 Anschlüssen erhältlich. Du hast aber auch die Möglichkeit ausschliesslich die 4 seitlichen Anschlüsse zu nutzen.

Abhängig von der Ausführung ergeben sich diverse Typbezeichnungen. Die erste Ziffer steht dabei für die Anzahl an Platten und die zweite für die der Konvektionsbleche. Dadurch entstehen Typbezeichnungen wie 10, 12, 22, 30 usw.

Planheizkörper
Austauschheizkörper

Das sind Modernisierungs- oder Ersatzheizkörper für alte Glieder-, Rippenheizkörper oder DIN-Radiatoren.

Austauschheizkörper haben die gleichen Anschlussabstände wie die alten Heizkörpermodelle und sind daher mit diesen kompatibel. Das macht den Austausch der alten Modelle einfach und unkompliziert.

Austauschheizkörper
Plan-Austauschheizkörper

Ein Plan-Austauschheizkörper kombiniert die Vorteile der beiden Heizkörperarten Plan- und Autauschheizkörper.

Die Modelle in moderner Optik sind glatt, rundum lasergeschweisst, leicht zu reinigen und mit einer wasserführenden Front- und Rückplatte ausgestattet. Sie ersetzen alte Heizkörper schnell, einfach und vor allem schmutzarm. Dank der grossen wärmeabgebenden Strahlungsfläche und des geringen Wasserinhalts heizen Plan-Austauschheizkörper besonders energieeffizient.

Konvektoren

Bei diesem Heizkörper-Typ werden an wasserführenden Rohren Lamellen aus Aluminium, Kupfer oder Stahlblech angebracht. An ihnen erwärmt sich kalte Luft. Es entsteht Konvektionswärme.

Vorteile

  • Dieses System heizt schnell.
  • Die Heizkörper sind meist leicht und kleiner als andere Typen, so dass sie platzsparend eingebaut werden können.
  • z.B. können Konvektoren sehr gut in Fussleisten vor grossen Terrassentüren, Schaufenstern oder unter Sitzbänken und Verkaufsregalen installiert werden.

Nachteile

  • Konvektoren sind nicht ideal für das Raumklima. Sie sorgen für eine hohe Luftzirkulation und wirbeln dadurch Staubpartikel durch die Luft, was schlecht ist für Allergiker.
  • Sie lassen sich schwierig reinigen aufgrund der Lamellen.

Konvektoren
Gliederheizkörper

Hier werden einzelne, genormte Glieder aus Stahlblech in beliebiger Anzahl aneinander gereiht.

Vorteile

  • Der Aufbau dieses Heizkörper-Typs ist praktisch, er kann vielseitige Wärmeleistungsanforderungen erfüllen.
  • Gliederheizkörper sind günstige Heizkörpertypen.

Nachteile

  • 70% der Wärmeabgabe erfolgt in Form von Konvektion, was eher ein unangenehmes Raumklima schafft

Gliederheizkörper
Röhrenheizkörper

Röhrenheizkörper sind eine Weiterentwicklung der Gliederheizkörper.

Vorteile

  • Sie sind flexibel einsetzbar und sind in verschiedenen Farben, Bauhöhen und -tiefen, mit hintereinander eingebauten Rohren in beliebiger Anzahl bzw. als Sonderformen erhältlich.
  • Beliebt sind Röhrenheizkörper vor allem in Form von Handtuchradiatoren für das Badezimmer, als Fensterbankradiatoren mit vertikal angeordneten Rohrreihen oder als dekorative Raumteiler. Freistehend eingebaut erbringen sie übrigens optimale Leistung.
  • Gute Wärmeleitfähigkeit
  • langlebig
  • lassen sich sehr leicht reinigen

Nachteile

  • Die Wärmeübertragung erfolgt, wie bei Gliederheizkörpern, zu etwa 70% durch Konvektion, was kein gutes Raumklima nach sich zieht.

Röhrenheizkörper
Fussbodenheizung

Äusserst beliebt sind Fussbodenheizungen. Nass- oder Trockensysteme - das ist bei diesem Typ die erste Frage.

Der Unterschied liegt darin, ob das System oberhalb der Dämmschicht in den flüssig eingebrachten Estrich eingebaut wird oder in Schaumplatten verlegt und mit Trockenplatten abgedeckt wird.

Vorteile

  • Wärme wird zu zwei Dritteln aus Strahlungswärme erzeugt = angenehm warmes, staubfreies Raumklima mit gleichmässiger Wärmeverteilung
  • niedrige Vorlauftemperaturen, sodass der Betrieb mittels Solaranlagen möglich ist
  • Heizung wird «unsichtbar», mehr Platz für andere Dinge im Raum

Nachteile

  • hohe Trägheit der Heizflächen
  • höhere Investitionskosten
  • nachträgliche Änderungen sind - je nach Verlegungssystem - meist aufwendig oder unmöglich

Fussbodenheizung
Wandheizung

Sieht man nicht so oft, die Wandheizung. Sie wird ähnlich wie die Fussbodenheizung verlegt, nur eben vertikal.

Vorteile

  • Wärme trifft senkrecht auf den Körper, was sich angenehm anfühlt

Nachteile

  • vor den Wänden können dann keine Möbel stehen
  • Aussenwände müssen gut isoliert sein

Wandheizung
Ventilheizkörper

Ein Ventilheizkörper hat sechs Anschlussmöglichkeiten. Er wird daher oft als Sechsfachheizkörper bezeichnet.

Die Anschlüsse befinden sich sowohl seitlich rechts und links als auch auch an der Heizkörperunterseite. Wenn Du nur die vier seitlichen Anschlüsse nutzen willst, kannst Du den Heizkörper auch als Kompaktheizkörper einsetzen.

Alternativ gibt es den Ventilheizkörper auch mit acht Anschlussmöglichkeiten.

Ventilheizkörper werden häufig im Neubau eingesetzt!

Ventilheizkörper
Infrarotheizung/Infrarotplatten

Infrarotheizungen ermöglichen ein effizientes Heizen. So kannst Du im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen bis zu 50% Ernergiekosten einsparen. Die Wärme entsteht durch Infrarotstrahlen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Die Wärme entsteht durch das Anstrahlen der Heizkörperfläche. Über einen Funkthermostat kannst Du das System bedienen.

Vorteile:

  • Kurze Vorwärmzeiten
  • Kann mit Strom einer Photovoltaik-Anlage gespeist werden
  • Modernes Aussehen, kann auch als Deko dienen
  • Kann temporär eingesetzt werden
  • Niedrige Anschaffungskosten
  • Können im Innen- und Aussenbereich eingesetzt werden

Nachteile:

  • Hohe Betriebskosten
  • Voraussetzung: Haus sollte einen guten Dämmstandard haben

Infrarotheizung

Montagemöglichkeiten von Ventilheizkörpern

Ventilheizkörper mit 6 Anschlüssen bei seitlicher Montage

1. Thermostatventil 1/2“ Eck- bzw. D-Form
2. Rücklaufverschraubung 1/2“ Eck- bzw. D-Form
3. Entlüftungsstopfen 1/2“
4. Blindstopfen 1/2“

Die beiden unteren Anschlüsse werden verschlossen.
Der seitliche Anschluss ist rechts und links möglich.

Ventilheizkörper mit 6 Anschlüssen bei Anschluss von unten (untere Stopfen hierfür bitte entfernen)

Bei Typen EKE, D, DK und 3K ist der Anschluss rechts und links möglich

Hornbach
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Das siehst Du hier
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Ventileinsatz

zum Eindrehen in den Heizkörper mit Thermostatkopf mit Überwurfmutter M 30 x 1,5

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Blindstopfen 1/2"
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Blindstopfen 1/2"
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Hahnblock

mit Anschlussnippel Eck- bzw. D-Form

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Entlüftungsstopfen 1/2"

Ventilheizkörper mit 8 Anschlüssen bei Anschluss von unten seitlich oder mittig

Montagemöglichkeiten von Ventilheizkörpern mit 8 fach Anschluss

Mit Designheizkörpern Räume gestalten

Heizkörper können auch toll aussehen und zum Gestalten des Wohnraums eingesetzt werden. Während Badheizkörper ausschliesslich im Badezimmer eine gute Figur machen, können Designheizkörper auch in anderen Wohnräumen, z. B. in der Küche oder im Flur eingesetzt werden.

Hornbach
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Das siehst Du hier
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Wohnzimmer

Moderne und dezente Designheizkörper-Modelle eignen sich hervorragend fürs Wohnzimmer. Diese kannst Du individuell positionieren und damit mal auf andere Art Akzente setzen.

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Wohnräume mit Dachschräge

Zwei Modelle kannst Du auch im Sondermaß mit Schrägschnitt bestellen. Diese sind auch für Wohnräume mit Dachschräge bestens geeignet.

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Küche

Praktisch und formschön: Designheizkörper mit Handtuchhaltern machen sich gut in jeder Küche. Durch integrierte Handtuchhalter ist immer ein trockenes und vorgewärmtes Handtuch griffbereit und die Küche angenehm warm.

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Gäste-WC

Für kleine Räume wie das Gäste-WC eignen sich z. B. runde Heizkörper, die auch im kleinsten Raum optimal einsetzbar sind.

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Eingangsbereich

Schick und funktional: Schmale und hohe Heizkörper sind wie geschaffen für den Einsatz im Eingangsbereich. Raffinierte Modelle mit integriertem Spiegel bieten einen zusätzlichen Mehrwert.

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Badezimmer

Warmes Bad: toll. Aber da geht noch mehr. Gerade im Bad gibt es etliche Designheizkörper, die stylisch aussehen, z. B. ein Modell, das als Raumteiler den Waschbereich von der Toilette trennt.
Noch kuschliger wird's mit dem passenden Wandheizkörper. Hier kannst Du Handtücher zum Trocknen oder Vorwärmen einhängen. Superpraktisch!

Räume ungleichmässig warm - So verhinderst Du das!

In manchen Gebäuden gibt es eine ungleiche Wärmeverteilung. Das treibt den Energieverbrauch nach oben und sorgt in den Räumen für eine ungleiche Wärmezufuhr. Zimmer, die näher an der Heizungsanlage liegen, werden besser beheizt als weiter entfernte (z. B. Dachgeschoss).

Es bringt dann nichts, einfach die Pumpenleistung und/oder die Vorlauftemperatur zu erhöhen. Das wird zum einen teuer und zum anderen verursacht es ein störendes Rauschen durch die Heizung.

Die Lösung: Ein hydraulischer Abgleich sorgt für die Abhilfe.

Bei dem hydraulischen Abgleich wird mit voreingestellten Thermostatventile der Zufluss des Wassers so reguliert, dass die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Somit ist es überall im Haus gleichmässig warm.

Der Wärmebedarf für jeden Raum wird im Vorfeld, idealerweise von einem zugelassenen Fachmann, berechnet. Bei neuen aber auch bestehenden Heizungsanlagen ist der hydraulische Abgleich sinnvoll und zudem Voraussetzung für die Förderung durch KfW und BAFA.

Ein hydraulischer Abgleich sorgt für die Abhilfe.

Fussbodenheizungen

Alternativ zu Heizkörpern spielst Du mit dem Gedanken, eine Fussbodenheizung auszuwählen? Da bist Du nicht allein.

Mittlerweile bevorzugen viele Wärme, die vom Grund aufsteigt. Warum eigentlich?

Bei herkömmlichen Heizkörpern wird die Luft erhitzt, die nach oben steigt, sich abkühlt, absinkt und den Kreislauf schliesst. Dadurch wird viel Staub aufgewirbelt, die Luft trocknet aus, es entsteht das typische, trockene Raumklima. Der Raum ist unten kühl und oben warm, was besonders bei hohen Räumen Energieverschwendung ist, da die meiste Wärme unter der Decke hängt, während man am Boden friert.

Darum sind Fussbodenheizungen sehr beliebt! Denn sie heizen den Raum mit angenehmer Strahlungswärme. Es wird kein Staub aufgewirbelt und die Luft trocknet nicht aus. Der Raum ist am Boden am wärmsten und wird nach oben hin kühler. Der Boden wird dabei nie heiss, sondern gleichmässig lauwarm.

Vorteile im Überblick

  • Fussbodenheizungen können mittlerweile auf nahezu jedem Untergrund verlegt und mit fast jedem Bodenbelag kombiniert werden.
  • Eine Fussbodenheizung braucht nicht lange, um warm zu werden. Die Temperatur eines Raumes kann bei Bedarf schnell und effektiv erhöht oder reduziert werden.
  • Zudem kann die Raumtemperatur mit einer Fussbodenheizung problemlos um 2 – 3 Grad gesenkt werden, ohne dass der Komfort beeinflusst wird. Das spart Energie und bares Geld!
  • Als unsichtbare Wärmequelle sparst Du Platz im Raum, da keine unschönen oder sperrigen Heizkörper mehr notwendig sind.

Arten von Fussbodenheizungen

Die Qual der Wahl: wassergeführte oder elektrische Fussbodenheizung? Wir zeigen Dir die wesentlichen Merkmale und Unterschiede der beiden Varianten.

Elektrische Fussbodenheizung

Eine elektrische Dünnbett-Fussbodenheizung besteht aus Heizkabeln mit höchster Sicherheit! Die Heizkabel sind auf selbstklebenden Netzen fixiert, die als Rollenware in verschiedenen Längen und i.d.R. mit 50 cm Breite erhältlich sind. Die Matten können schnell und passgenau verlegt werden. Die geringe Bauhöhe von ca. 2,5 mm bedeutet, dass Du bei der Verlegung einer elektrischen Fussbodenheizung Türschwellen und Türen nicht anheben musst.

Insofern bei der elektrischen Fussbodenheizung ein Kabelbruch auftreten sollte, stellt eine eingebaute Erdung sicher, dass das System umgehend abgeschaltet wird. Somit entsteht keine Gefahr.

Wassergeführte Fussbodenheizung

Eine wassergeführte Fussbodenheizung besteht i.d.R. aus einem PE-RT-Rohr, das auf einer selbstklebenden Gewebematte aufgebracht ist. Diese Matten sind ebenfalls als Rollenware erhältlich und machen eine einfache Verlegung möglich.

Das System der wassergeführten Fussbodenheizung lässt sich schnell und sicher an Dein vorhandenes Heizungssystem anschliessen und wird über einen Rücklauftemperaturbegrenzer reguliert. Die Einbauhöhe gängiger Modelle liegt bei 10 mm.

Regelung von Fussbodenheizungen

Um die Temperatur von Fussbodenheizungen zu regulieren, gibt es verschiedene Thermostate mit unterschiedlichen Funktionen, mit denen die gewünschte Wärme eingestellt und gehalten werden kann. Auch Ferienhäuser und Keller kannst Du auf diese Weise beheizen und so frostfrei instand halten – unabhängig von der Aussentemperatur.

Fliesen und Fussbodenheizung – die perfekte Kombination

Wer denkt, dass man auf einem Fussboden mit Fliesen dauerhaft kalte Füsse hat, irrt sich! Denn kaum ein Bodenbelag eignet sich besser für eine energiesparende Fussbodenheizung als Fliesen. Das liegt vor allem an ihrem niedrigen Wärmedurchlasswiderstand. Dank der starken Wärmeleitfähigkeit von Fliesen heizt sich jeder beliebige Raum sehr schnell auf.

  • Bei der Verlegung von Fliesen auf der Fussbodenheizung gilt es Folgendes zu beachten:
  • Verwende flexiblen Kleber und flexibles Fugenmaterial!
  • Dehnungsfugen im Estrich sind erforderlich, damit sich die Materialien bei unterschiedlichen Temperaturen ausdehnen und auch wieder zusammenziehen können.
  • Dämmschichten dürfen nicht mehr als 5 mm nachgeben.
  • Bringe an allen angrenzenden Elementen Randstreifen an, um die 5 mm sicherzustellen!
  • Der Estrich sollte mit einer nicht statischen Betonmatte oder einem Baustahlgitter versehen werden.
  • Eine Mindestdicke von 45 mm sollte beim Verlegen von Fliesen auf der Fussbodenheizung nicht unterschritten werden.
  • Alle Bewegungsfugen müssen, genauso wie Sockelleisten, elastisch gefüllt bzw. angebracht werden.

Mobile Heizgeräte

Immer flexibel bleiben! Mobile Heizgeräte sind in manchen Fällen äusserst praktisch. Heizlüfter und Radiatoren können im besten Fall eingesetzt sogar den Energieverbrauch senken.

Egal ob elektrische Heizgeräte, Heizgeräte mit Gas oder Diesel oder Elektrokamine, mobile Heizgeräte von heute sind dabei sogar umweltschonend und kostensparend.

Vorteile im Überblick

keine Installationskosten Elektrische Heizgeräte müssen nicht fachmännisch montiert werden. Einfach Stecker in die Steckdose. Fertig!

hohe Effizienz
Elektrische Heizgeräte wandeln den Strom nahezu 100 % in Wärme um, das ist effizient und kostensparend.
Energie sparen Heizlüfter und Radiatoren können genau dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden. Werden sie nicht mehr gebraucht, schalte das Heizgerät einfach wieder aus. Dadurch sind sie extrem flexibel und sparen Kosten.
zusätzliche Wärme Wenn die vorhandene Wärme nicht ausreicht, die Zentralheizung beispielsweise nicht eingeschaltet ist oder sich kälteempfindliche Menschen im Raum aufhalten, können mobile Heizgeräte schnell Abhilfe schaffen, ohne gleich die ganze Wohnung zu beheizen.

Kaufentscheidungskriterien im Überblick

Heizgeräte werden mit zahlreichen Technologien hergestellt, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Hier findest Du einen Überblick der wichtigsten Kaufkriterien.

Richtungswärme

Wie ist die Wärmeleitung, wenn Du Dich direkt vor dem Gerät befindest?

Richtungswärme
Langanhaltende Wärme

Welches Gerät bietet den höchsten Komfort für den Langzeiteinsatz?

Langanhaltende Wärme
Gleichmässige Wärme

Welches Gerät hält die Temperatur in allen Bereichen des Raumes konstant?

Gleichmässige Wärme
Geräuscharmes Heizen

Wie laut ist welches Heizgerät?

Geräuscharmes Heizen
Sofortiges Heizen

Welches Gerät heizt den Raum schnell auf?

Sofortiges Heizen

Heizgeräte und ihre Eigenschaften

  • Radiatoren

    Radiatoren

    Sie eignen sich am besten für den Langzeiteinsatz, da sie effizient, kostengünstig, leise, robust und einfach zu handhaben sind.

    Das darin enthaltende Öl erhitzt sich schnell, speichert die Wärme lange und gibt sie gleichmässig ab! Radiatoren bieten in der Übergangszeit mit ihren Temperaturschwankungen eine gute Alternative oder Ergänzung zur Zentralheizung. Sie eignen sich für grosse Räume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Werkstätten oder Büros.

  • Schnellheizer

    Schnellheizer

    In kleineren, selten genutzten Räumen kann der Schnellheizer die Hauptheizung ersetzen. Er ist kompakt und liefert schnell die gewünschte Wärme. Die Raumluft fliesst durch das beheizte Element des Schnellheizers, wird erhitzt und als warme Luft wieder ausgeblasen. Schnellheizer wiegen wenig und sind kompakt, was das Transportieren und das Verstauen einfach macht. Sie können im Sommer auch zur Kühlung verwendet werden.

    Schnellheizer eignen sich für kleinere Räume, Büros, Werkstätten, Badezimmer und mittelgrosse Räume, die kurzfristig beheizt werden sollen.

  • Konvektoren

    Konvektoren

    Konvektoren geben ihre Wärme durch Luftumwälzung ab. Die Raumluft strömt an den Heizelementen des Konvektors geräuschlos nach oben, wird dabei erwärmt und wird gleichmässig verteilt. Mithilfe von Ventilatoren kann die Wärmeleistung erhöht werden, indem man Luft durch den Konvektor leitet.

    • optimaler Komfort durch eine gleichmässige Wärmeverteilung
    • für Schlafräume geeignet dank geräuschloser Luftzirkulation
    • kann im Sommer auch zur Kühlung verwendet werden
    Konvektoren eignen sich für mittelgrosse Räume, Wohnzimmer oder Schlafzimmer.

  • Wärmewellen

    Wärmewellen

    Das Prinzip der Wärmewellen basiert auf einem schmalen, mehrschichtigen Heizelement, das mithilfe eines mittig platzierten Aluminium-Bleches eine einheitliche Wärmeverteilung erzielt. Das Besondere daran ist, dass Wärmewellen mit ihrer Strahlungswärme nicht nur die Raumluft erwärmt, sondern auch Oberflächen und Gegenstände, die sich im Raum befinden. Sie sind einfach zu transportieren dank der Laufrollen.

    Wärmewellen eignen sich für grosse Räume: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Werkstätten oder Büros.

  • Keramikheizer

    Keramikheizer

    Die platzsparende Lösung für schnelles und effizientes Heizen! Das Funktionsprinzip ist, dass die ausströmende Luft durch das Keramikheizelement nach aussen geblasen und im Raum verteilt wird. Das leistungsstarke Gerät wiegt nicht viel und kann dank platzsparender Kompaktbauweise gut verstaut werden. Sie sind sehr langlebig aufgrund von robusten Keramikelementen. Im Sommer eignen sich Keramikheizer auch zur Kühlung - etwa in mittelgrossen Räumen, Büros und Werkstätten.

  • Frostwächter

    Frostwächter

    Ein elektrischer Frostwächter meldet plötzliche Kälteeinbrüche. Er verhindert z. B., dass Pflanzen bei einem plötzlichen Kältesturz im Gewächshaus erfrieren. Sinkt die Temperatur unter eine definierte Gradzahl, schaltet sich das Gerät automatisch ein und die Luft wird auf die vorgegebene Temperatur erwärmt. So wird sichergestellt, dass die Pflanzen im Winter nicht erfrieren.

    Frostwächter eignen sich für kleinere Gewächshäuser und kleine Räume ohne eigene Heizung wie Keller- oder Werkstatträume, Wintergärten, Vorratsräume oder Caravans.

  • Infrarot Heizstrahler

    Infrarot-Heizstrahler

    Sie eignen sich für schnelles und energiesparendes Heizen ohne grossen Montageaufwand. Anders als herkömmliche Heizkörper erwärmt der Heizstrahler nicht die Luft, sondern nur die Objekte im Strahlungsbereich. Die meisten Strahler sind platzsparend, aufgrund der kompakten Bauform und leisten schon volle Heizleistung nach wenigen Sekunden. Sie sind geräuschlos und trocknen die Luft nicht aus.

    Infrarot-Heizstrahler eignen sich als Zusatzwärmequelle für den Aussenbereich, zum Beispiel in der Garage, im Gartenhaus oder für die spätsommerlichen Tage auf der Terrasse. Dank ihrer Grösse kannst Du sie auch an Orten platzieren, die wenig Platz für grosse Heizgeräte bieten.

  • Heizgeräte mit Gas oder Diesel

    Heizgeräte mit Gas oder Diesel

    Gasheizstrahler sorgen meist im Aussenbereich, z. B. auf der Terrasse oder im Garten für eine angenehme Wärme. So kann man bei kalten Temperaturen noch gemütlich zusammensitzen. Ein Gasofen kann auch den Innenbereich heizen und für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Die Wärme ist schnell verfügbar und das Gerät kann flexibel aufgestellt werden, da kein Strom gebraucht wird.

  • Elektrokamine

    Elektrokamine

    Was knistert denn da? Wer keinen echten Kamin haben kann, der kann improvisieren. Ein Elektrokamin sorgt nicht nur für eine behagliche Wärme, sondern zieht Blicke auf sich. Die Flammen werden elektrisch erzeugt. Besonders zum Aufstellen in Mietwohnungen eignet sich ein Elektrokamin ideal, da er nicht angeschlossen werden muss. Die Kamine erzeugen die gleiche intensive Wärme wie ein echter Kamin, man braucht nur kein Feuerholz. Saubere Art zu heizen!

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