Merkliste 0 Warenkorb 0

Aktuelle Informationen zu Deinem Einkauf

Bienenweide und Schmetterlingsgarten anlegen

Bienen und Schmetterlinge

Sie sind die wahren Helden der Wiesen. Ohne sie blühen keine Blumen und reifen keine Früchte. Dabei sind sie nur ein paar Zentimeter gross. Bienen und Schmetterlinge! Sie sind unersetzlich für unser Ökosystem und unsere Obsternten. Trotzdem sind sie vom Aussterben bedroht. Wenn wir also weiterhin üppige Ernten wollen, sollten wir den Bienen und Schmetterlingen schleunigst unter die Flügelchen greifen.

Lesezeit 5 min. Zum Sortiment «Blumensamen»

Warum Bienen und Schmetterlinge in den Garten locken?

Gerade von uns Menschen geht für Bienen und Schmetterlinge die grösste Bedrohung aus. Wir rauben ihnen zwei grundlegende Dinge: Die Nistplätze, wo sie ihre Larven ablegen können, und die Nahrung in Form von Blütenpflanzen die Pollen und Nektar liefern.

Indem Du einen Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge schaffts, förderst Du auch andere Nützlinge wie Marienkäfer, Schweb- oder Florfliegen. Die ernähren sich nämlich auch von Nektar und Pollen, während ihre Larven massenhaft Schädlinge wie Blattläuse vertilgen. Nicht umsonst haben die Larven den Beinamen «Blattlauslöwen».

Wenn wir also weiterhin üppige Ernten wollen, sollten wir den Bienen und Schmetterlingen schleunigst unter die Flügelchen greifen.

Bienen und Schmetterlinge im Garten fördern

Bienen

Bienen sind die wirtschaftlich und ökologisch bedeutendsten Insekten, da sie über 80 % der Nutzpflanzenarten im Freiland bestäuben. Ohne sie wären landwirtschaftliche Erträge sowie Artenvielfalt stark gefährdet!

Untersuchungen zufolge sinkt der Ertrag bei Obst ohne Bestäubung durch Bienen um 10-40 %.

Der grosse Nutzen der Bienen besteht vor allem darin, dass sie sich, wenn mal auf den Geschmack gekommen, auf eine Pflanzenart konzentrieren und somit den Pollen von Blüte zu Blüte effizient verteilen.

Bei Bienen denkt man oftmals nur an die Honigbiene als Nutztier. Dabei gibt es über 500 heimische Wildbienenarten, die es ebenso zu fördern gilt.

Bienen

Bienen in den Garten locken

Bienen benötigen von Anfang Frühling bis in den späten Herbst hinein ausreichend Nahrung in Form von blühenden Pflanzen. Nicht jede Pflanze ist ein Nahrungsspender für Bienen.

So sind Blumen mit (hoch)gefüllten Blüten nicht geeignet, da sie durch die zurückgezüchteten Staubgefässe kaum Nektar bzw. Pollen enthalten. In der Fachsprache sprechen Imker vom sogenanntenTrachtwert, der wiederum in Pollen (P-)Wert und Nektar (N-)Wert unterteilt wird.

Dies beschreibt die Eignung der Pflanze als Bienenweide und daraus resultierend die Qualität als Grundlage zur Herstellung von Honig. Insbesondere im Frühjahr und Herbst sind blühende Pflanzen nicht immer in ausreichender Zahl vorhanden.

Wenn Du also Bienen in Deinen Garten locken willst, dann achte darauf, dass Du die richtigen Blühpflanzen hast. Diese sind:

Blühende Gehölze

  • Frühling: Kornelkirsche, Vogelkirsche, Spitzahorn und Haselnuss
  • Spätfrühling: Geissblatt, Rose und Hartriegel
  • Sommer: Sommerflieder, Holunder, Waldrebe und Vogelbeere
  • Herbst: Knospenheide, Winterheide und Efeu
Stauden für unterschiedliche Gartenlagen
  • anhaltende Bodentrockenheit: Spornblume, Buschmalve, Strandflieder, Lavendel und Steingartenpflanzen (z.B. Hauswurz)
  • permanente Feuchtigkeit: Wasserdost, Wiesen-Schwertlilie und Gold-Felberich
  • saurer Gartenboden : Rhododendron, Azalee, Bergenie, Garten-Lupine und Heide-Nelke
  • Schatten: Hasenglöckchen, Prachtspiere, Eisenhut, Vergissmeinnicht, Akelei und Fingerhut
  • sehr gute Nektarquellen: Salbei, Schafgarbe, Mädchenauge, Kugeldisteln und Fetthenne
Sonstige Pflanzen
  • Wiesenpflanzen: Schmetterlingsblütler (Weiss-, Rot- und Steinklee, Esparsette), Bienenfreund und Buchweizen
  • Kletterpflanzen: Clematis, Geissblatt, Kletterrosen, Efeu, schwarzäugige Susanne, Kapuzinerkresse, Duftwicke und Prunkwinde
  • Zahlreiche Sommerblumen (v.a. mit ungefüllten Blüten)
  • Diverse Kräuter (sofern man sie zur Blüte bringt)
  • Blühende Obstgehölze und Ziergehölze (Linde, Robinie, Rosskastanie u.a.)

Bienen

Langstreckenflieger Bienen

Die fleißigen Arbeiterbienen fliegen am Tag bis zu 15 Mal aus um Futter zu suchen. Dabei entfernen sie sich in einem Radius von 5 km von ihrem Stock und besuchen auf diesem Weg bis zu 5.000 Blüten.

Der gesammelte Nektar wird in den Waben eingelagert und es entsteht Honig daraus. Für ein Kilo Honig werden ca. 3 kg Nektar gebraucht. Die Bienen müssen dafür etwa 50.000 Mal ausschwärmen.

Ein Bienenvolk produziert also etwa 15 kg Honig in einem Monat.

Schmetterlinge

Auch Schmetterlinge leisten einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung, denn auch sie ernähren sich von Nektar und fliegen auf der Suche nach ihm die verschiedenen Pflanzen an.

Aber auch Schmetterlinge sind bedroht – manche stehen sogar schon auf der roten Liste der bedrohten Tiere. Das liegt daran, dass die Raupen mancher Arten sich nur von einer bestimmten Pflanze ernähren. Wenn diese Pflanze kaum noch wächst, fehlt der Raupe – und somit dem späteren Schmetterling – die Lebensgrundlage. Denn:

Ohne Raupen keine Schmetterlinge!

Deshalb ist es nicht nur wichtig, dem fertigen Schmetterling einen Lebensraum zu bieten, sondern auch seinen Raupen.

Schmetterling in den Garten locken

Im Gegensatz zu den Bienen, sind die Schmetterlinge etwas anspruchsvoller. Aber auch für sie sind ungefüllte Blüten ertragreicher als gefüllte. Im Sommer finden Schmetterlinge meistens problemlos Nahrung. Im Frühling und im Herbst ist das schwieriger.

Wenn Du im Sommer viele Schmetterlinge beobachten willst, dann eignet sich der Sommerflieder perfekt. Er trägt nicht umsonst den Beinamen Schmetterlingsstrauch.

Flieder zieht Schmetterlinge magisch an!

Mit diesen Pflanzen lockst Du die Schmetterlinge in Deinen Garten:

Frühjahr Sommer bis Herbst Stauden Kräuter
  • Winterling
  • Krokus
  • Hyazinthe
  • Leberblümchen
  • Kornelkirsche
  • Salweide
  • Mondviole
  • Bartnelke
  • Steinkraut
  • Nelken
  • Blaukissen
  • Eisenkraut (insbesondere Verbenabonariensis),
  • einjähriger Phlox,
  • ungefüllteTagetes und
  • Cosmos
  • Fetthennen
  • Herbastern
  • Herbstanemonen
  • Margeriten
  • Witwenblumen
  • Skabiosen
  • Sonnenhut
  • Flockenblumen
  • Lavendel
  • Thymian
  • Rosmarin und Co. bieten erwachsenen Faltern und spezialsierten Raupen Nahrung

Steingarten für Schmetterlinge

Leg am besten einen Steingarten mit Kräutern, Steingartenstauden, Zwiebelpflanzen und Leguminosen an. Dort fühlen sich nicht nur diese Pflanzen wohl, sondern auch Schmetterlinge und andere Insekten schätzen insbesondere im Frühjahr die Wärme der steinigen Umgebung!

Ein Leckerbissen für viele Arten ist die Große Brennnessel. Die sieht jetzt zwar nicht so doll aus, aber vielleicht findest Du ja ein Eckchen im Garten, wo Du sie sprießen lassen kannst. Auch diese Pflanzen fressen viele Raupen gerne:

  • Rotklee
  • Hornklee
  • Esparsette
  • Luzerne
  • Bunte Kronwicke

Bläulingsraupen sind auf diese Pflanzen angewiesen und auch erwachsenen Faltern bieten sie vorzügliche Nahrung.

Heimische Gehölze:

  • Schlehen
  • Ulmen
  • Faulbaum
  • Kreuzdorn
Darauf stehen vor allem die Raupen von Zitronenfalter, Segelfalter und anderen.

Schmetterling

Achtung!

Wenn es möglich ist, lass zumindest einen Teil der Pflanzen sicherheitshalber bis in den Herbst bzw. bis ins nächste Frühjahr stehen. Mähe sie vorsichtig und nicht zu tief, da einige Falter als Raupe, Puppe oder Ei überwintern!

Insektenhotel aufstellen

Natürliche Nistplätze – vor allem von Wildbienen – sind häufig Totholz oder Erdhügel. Diese natürlichen Räume werden aus verschiedenen Gründen von uns Menschen entfernt. Auch natürlich gewachsene Blumenwiesen werden immer häufiger zu Ackerland, Bauland oder anderweitig genutzten Flächen. Dadurch nimmt das Nahrungsangebot stetig ab.

Wenn Du durch die Bepflanzung Deines Gartens schon für ausreichend Nahrung gesorgt hast, kannst Du jetzt auch noch Nistplätze einrichten.

Anders als die Honigbienen können sich Wildbienen ihren Stock nicht selbst bauen.

Da sie Totholz mögen, kannst Du einfach ein paar alte Äste zu einem Haufen aufschichten. Aber auch unbewachsene Hügel und Erdhaufen finden sie total super. Klar sind Haufen aus Erde und totem Holz nicht gerade der Hingucker im Garten. Wenn Du es also etwas dekorativer möchtest, dann stell doch ein Insektenhotel oder einen Insektenkasten auf. Auch umgedrehte Tontöpfe mit Stroh drin, reichen schon aus. Die Wildbiene ist echt nicht anspruchsvoll.

Insektenhotels kannst Du fertig kaufen oder selbst bauen. Beachte in jedem Fall diese Punkte:

  • Wenn das Insektenhotel unterschiedlich große Öffnungen hat, können verschiedene Insektenarten dort wohnen.
  • Platziere Insektenhotels und -kästen an einem regen- und windgeschützten Platz in voller Sonne.
  • Hänge die Insektenhotels und -kästen in einer Höhe von mind. 50 cm über dem Boden auf.
  • Die Insekten benötigen Nahrung, Wasser und Nistmaterial in der Nähe.
  • Mit einem Schälchen aus Lehm und Sand gibst Du beispielsweise solitären Bienen (Wildbienen) die Möglichkeit, das Brutloch zu verschließen.
  • Insektenhotels sind in der Regel aus unbehandelten Materialien und sollten nur mit Wasser gereinigt werden. Bei Bedarf können natürliche Pflegesubstanzen wie Bienenwachs und Kokosöl eingesetzt werden.

Insektenhotel

Themen, die Dich auch interessieren könnten

nach oben

HORNBACH verwendet Cookies. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr erfahren

x