Monstera Arten
Monstera ist nicht gleich Monstera. Es gibt bis zu 50 verschiedene Monstera-Arten, auch Fensterblatt genannt. Sie stammen aus den Tropen und mögen es hell und feucht. Zu den beliebtesten Monstera-Arten zählen Monstera deliciosa, Monstera variegata, Monstera adansonii, Monstera obliqua, Monstera siltepecana und Monstera minima. Jede Monstera-Art hat ihre eigenen Besonderheiten.
Die Monstera deliciosa ist die bekannteste und beliebteste Monstera-Art. Sie ist für ihre grossen, glänzenden Blätter mit typischen, tiefen Einschnitten bekannt. Aufgrund der markanten Löcher wird sie oft auch als «Schweizer-Käse-Pflanze» oder «Köstliches Fensterblatt» bezeichnet.
Eine Monstera variegata kann prinzipiell bei allen Arten gezüchtet werden. Sie ist für ihre wunderschöne Marmorierung in Weiss oder Cremefarben bekannt. Diese Monstera-Variante ist aufgrund ihrer einzigartigen Blattfärbung besonders begehrt, aber auch teuer und relativ selten.
Die Monstera adansonii ist ebenfalls sehr beliebt, vor allem wegen ihrer kleineren, runden Blätter, die ebenfalls Löcher aufweisen. Sie wird oft als «kleine Löcherpflanze» bezeichnet und ist daher ideal für kleinere Räume.
Die Monstera obliqua ist eine sehr seltene und exotische Monstera-Art mit extrem dünnen Blättern und vielen grossen, unregelmässigen Löchern. Sie ist aufgrund ihrer Seltenheit und Schönheit sehr gefragt.
Die Monstera siltepecana ist eine kleinere Monstera-Art, die durch ihre schmalen, silber-grünen Blätter mit einer leicht glänzenden Oberfläche auffällt. Sie wächst als Kletterpflanze und ist besonders wegen ihrer einzigartigen Blattfärbung und -struktur beliebt.
Die Monstera minima ist eine kleinere Art der Gattung Monstera, die auch als Monstera «Mickey Mouse» bekannt ist. Sie hat kleinere, glänzende Blätter mit tiefen Einschnitten und eignet sich gut als kompakte Zimmerpflanze.
Ist die Monstera deliciosa giftig?
Ja, die Monstera deliciosa ist giftig, allerdings nicht für Menschen in normalen Mengen. Die Pflanze enthält Oxalate, die in grösseren Mengen zu Beschwerden führen können, wenn sie gegessen wird. Besonders Kinder oder Haustiere wie Hunde und Katzen könnten durch das Kauen an den Blättern der Monstera Gefahr laufen, sich zu vergiften.
Monstera Standort
Der richtige Standort für Deine Monstera ist entscheidend, damit sie gut und kräftig wächst. Du fragst Dich, ob Deine Monstera Licht benötigt? Die Antwort darauf lautet ja! Aber Achtung: Obwohl die Monstera einen hellen bis halbschattigen Standort bevorzugt, solltest Du direktes Sonnenlicht vermeiden. Ansonsten können die Blätter leicht verbrennen. Ein plötzlicher Lichtstrahl kann die Pflanze schädigen, weshalb ein Platz mit indirektem Licht am besten ist. Eine Ausnahme bilden die Morgen- und Abendsonne, die Deine Monstera besser tolerieren kann.
Sie wächst gut bei einer Raumtemperatur zwischen 18 und 24°C (im Winter reichen auch 16°C) und mag eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ein Standort mit etwas Luftzirkulation fördert zudem das gesunde Wachstum. Auch wenn die Monstera Schatten toleriert, wächst sie in lichtärmeren Bereichen langsamer. Ihre Blätter bleiben zudem kleiner und haben weniger Löcher bzw. Schlitze.
Monstera pflegen
Mit der richtigen Pflege kann Deine Monstera, je nach Art, bis zu drei Meter hoch werden. Wenn Du Deine Monstera pflegen möchtest, solltest Du sie regelmässig giessen und düngen. Worauf Du sonst noch achten solltest, erfährst Du in unserer kleinen Monstera-Pflegeanleitung.
Da die Monstera eine tropische Pflanze ist, liebt sie feuchte, aber keine durchnässte Erde. Giesse sie daher lieber öfter mit kleinen Mengen, als viel auf einmal. Wenn Du Dir unsicher bist, kannst Du mit Deinem Finger testen, ob die Erde in den ersten 2–3 cm trocken ist. Staunässe solltest Du auf jeden Fall vermeiden. Achte daher auf eine gute Drainage. Am liebsten mag die Monstera Regenwasser. Als Alternative kannst Du auch abgestandenes Leitungswasser verwenden. Auch einsprühen kannst Du die Pflanze gelegentlich.
Während der Wachstumsperiode von April bis August solltest Du Deine Monstera ca. alle 14 Tage mit einem Grünpflanzendünger in halber Dosierung düngen. Diesen kannst Du direkt ins Giesswasser geben.

Ausserdem solltest Du bei Deiner Monstera den Staub abwischen. Gerade gegen Ende des Winters ist das wichtig, da Du so den Dreck der staubigen und trockenen Heizungsluft entfernst.
Schneide auf keinen Fall die Luftwurzeln Deines Fensterblatts ab. Wenn sie Dich stören, kannst Du sie einfach in die Erde im Topf stecken. Dort wurzeln sie dann ein. Die fleischigen Stängel hingegen kannst Du gerne zurückschneiden, falls Dir die Pflanze zu gross wird. Nach einer Weile treibt sie dann an den Blattachseln wieder aus.
Monstera umtopfen
Falls Du Dein Fensterblatt nicht direkt am Anfang in einen ausreichend grossen Kübel gesetzt hast, solltest Du jüngere Pflanzen jährlich umtopfen. Bei älteren Pflanzen mit genug Platz reicht es, wenn Du im Frühling die oberen 3 cm Erde durch frische ersetzt.
Monstera umtopfen ist relativ leicht. Halte Dich an folgende Schritte:
- Als Erstes solltest Du für eine gute Drainage im neuen Topf sorgen. Hierfür kannst Du Blähton, Tonscherben oder gröbere Steine verwenden. Danach füllst Du etwas Erde darüber.
- Anschliessend musst Du die Monstera vorsichtig aus ihrem alten Topf heben. Überflüssige Erde kannst Du behutsam abschütteln.
- Setze die Monstera mittig in den neuen Topf. Ihre Luftwurzeln solltest Du ebenfalls in die Erde stecken. Gegebenenfalls musst Du sie mit einem scharfen Messer oder einer scharfen Schere etwas kürzen.
- Danach musst Du den Topf nur noch bis ca. 2–3 cm unter dem Topfrand mit Erde auffüllen. Drücke die Erde leicht fest und giesse die Pflanze an.


Monstera Schädlingsbefall & Krankheiten
Generell ist die Monstera eine sehr robuste Pflanze und resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Manche Arten wie die Monstera variegata sind aber etwas anfälliger.
Sie kann, wie jede Zimmerpflanze, von Schädlingen wie z. B. Wollläusen, Spinnmilben, Schildläusen und Thripsen befallen werden. Nutze am besten beim Giessen die Gelegenheit und inspiziere die Blätter genau. So kannst Du frühzeitig erkennen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Schädlinge erkennst Du an kleinen Punkten, klebrigen Stellen oder weissen Gespinsten. Wie Du die Schädlinge bekämpfen kannst, erfährst Du in unserem Ratgeber.
Braune Flecken an den Blättern
Braune Flecken an den Blättern deuten nicht auf eine Monstera Krankheit hin. Braune Blätter deuten auf einen Pflegefehler hin. Dann hast Du Deine Pflanze zu kühl und zu nass gehalten.
Monstera Ableger machen
Monstera vermehren geht am besten durch Stecklinge. Der ideale Zeitpunkt dafür ist im Sommer. In einem Gefäss mit Wasser treiben die Stecklinge bei 25 °C eigene Wurzeln aus. Schneide sie so ab, dass sie bereits möglichst viele Luftwurzeln haben. Achte ausserdem darauf, dass sie mindestens zwei Blätter besitzen. Sobald die neuen Wurzeln gross genug sind, kannst Du den Monstera-Ableger in Erde pflanzen.
Monstera pflegen: häufige Fragen
Giesse Dein Fensterblatt im Frühling und Sommer alle 1–2 Wochen, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Im Herbst und Winter reicht es, alle 2–3 Wochen zu giessen, da die Pflanze in dieser Zeit langsamer wächst. Achte darauf, Staunässe zu vermeiden und die Erde regelmässig zu überprüfen.
Ein Monstera Ableger sollte etwa 2-4 Wochen im Wasser stehen, bis er Wurzeln bildet. Achte darauf, dass die unteren Knoten, an denen die Wurzeln wachsen, im Wasser sind. Sobald die Wurzeln etwa 5-10 cm lang sind, kannst Du den Ableger in Erde umpflanzen.
Wenn Deine Monstera zu gross wird, kannst Du sie entweder zurückschneiden, um das Wachstum zu kontrollieren, oder sie auf eine Rankhilfe setzen, um sie in die Höhe wachsen zu lassen. Alternativ kannst Du auch Stecklinge nehmen und die Pflanze so vermehren. So bleibt sie kompakter und Du hast neue Pflanzen.







