Gartenplatten im Rasen verlegen

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Die Fliesen können direkt auf der Rasenfläche verlegt werden; das ist eine besonders schnelle Lösung. Weitaus haltbarer und trittsicherer ist aber das Einsetzen in die Erde.

Markiere die Fläche z. B. mit gespannten Schnüren. Dann hast Du gleich eine Vorstellung vom Verlauf und der Grösse der Fläche. Lege die erste Fliese am Beginn der Fläche ab. Ein perfektes Ergebnis bekommst Du, wenn Du gleich zu Beginn alles schön gerade und im rechten Winkel ausrichtest. Entlang der Fliese nun mit einem Spaten die Grasnarbe einstechen. Jetzt hast Du die Stelle für die erste Fliese schon markiert und kannst sie beiseitelegen.

Arbeitsschritt 1
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Hebe den Bereich für diese Fliese etwa 7 cm tief aus, am besten in der Grösse der Markierung. Wenn das Arbeiten mit dem Spaten zu umständlich ist, kannst Du mit der Kelle nacharbeiten.

Arbeitsschritt 2
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Fülle in die Vertiefung eine 5 cm dicke Schicht Splitt 2–5 mm ein.

Arbeitsschritt 3
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Lege dann die Fliese auf die Splittfüllung und klopfe sie vorsichtig fest – verwende dazu einen Gummihammer, der nicht abfärbt, am besten mit weissem Gummi. Die Fliese sollte danach mit der Bodenoberfläche eben abschliessen. Die Fliese mit der Wasserwaage prüfen und solange nachbessern, bis sie richtig sitzt. Wenn sie zu tief eindringt, einfach wieder abnehmen und etwas Splitt darunter auffüllen.

Arbeitsschritt 4
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Nach der ersten Fliese kannst Du gleich die beiden Reihen komplett verlegen. Ein schönes Verlegebild erhältst Du, wenn Du zwischen den Fliesen einen gleichmässigen Abstand lässt.

Arbeitsschritt 5
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Dann noch die restliche Fläche verlegen. Spanne Dir auch hierzu immer eine Schnur, damit alles gerade bleibt und gleichmässig wird. Mit dem Rasenmäher hast Du bei dieser Fläche kein Problem. Du kannst einfach darüber fahren.

Arbeitsschritt 6
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Gartenplatten auf Plattenlager verlegen

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Diese Verlegemethode ist ideal für einen festen Untergrund, z. B. für die Terrasse oder den Balkon. Wichtig ist dabei, dass die Fläche ein Gefälle hat und das Wasser abfliessen kann. Ein grosser Vorteil ist auch, dass Du den Höhenunterschied zwischen Innenraum und Aussenfläche bequem mit den Plattenlagern ausgleichen kannst.

Du kannst das Gefälle des Untergrundes bei den Fliesen weiterführen und diese im gleichen Gefälle verlegen. Ist das vorhandene Gefälle zu gross für den Fliesenbelag, kannst Du ein geringeres Gefälle erzeugen. Wenn der Fliesenbelag ganz waagerecht sein soll, kannst Du auch das mit den Plattenlagern einstellen – das Wasser kann ja dennoch ungehindert darunter ablaufen.

Arbeitsschritt 1
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Stelle zuerst fest, ob das Gefälle ausreicht. 1–2 % sind ideal, damit Wasser gut ablaufen kann.

Arbeitsschritt 1 / 2
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Plane die Fliesenaufteilung so, dass geschnittene Fliesen an nicht so wichtigen Randbereichen liegen, in der Hauptblickrichtung aber ganze Fliesen. Beginne am höchsten Punkt des Gefälles, z. B. in einer Ecke. Du brauchst hier ein ganzes Plattenlager, zwei halbe Plattenlager und ein Viertelsegment. Um die Segmente herzustellen, lassen sich die Plattenlager teilen. Die Stege für die Fliesenfugen müssen dabei stehen bleiben. Einfach mit dem Cuttermesser anritzen und abbrechen. Verlege dann die Plattenlager für die erste Fliese.

Arbeitsschritt 3
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Lege die Fliese auf und schiebe die Plattenlager an die Fliese heran. Willst Du die Fliesen unabhängig vom Untergrund ohne Gefälle verlegen? Dann lege eine Wasserwaage auf und unterlege diese solange mit abgetrennten Segmenten der Plattenlager, bis die Wasserwaage waagerecht liegt. Lege das oder die Segmente nun unter die Fliese auf das Plattenlager. Wiederhole diesen Schritt an beiden Plattenlagern. Die Fliese liegt dann genau waagerecht. Du kannst aber auch gleich dickere Plattenlager verwenden, wenn diese bei dem vorhandenen Gefälle passen. Wenn Du die Fliesen im Gefälle des Untergrundes verlegen willst, brauchst Du nichts unterzulegen. Das Verlegen geht dann noch schneller.

Arbeitsschritt 4
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Nun werden weitere Fliesen mit Plattenlagern angesetzt und zuerst am Fliesenübergang auf gleiche Höhe gebracht. Dann am anderen Ende ebenfalls so viel unterlegen, bis die Fliese waagerecht liegt.

Arbeitsschritt 5
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Nach diesem Prinzip kannst Du die gesamte Fläche verlegen.

Arbeitsschritt 6
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Gartenplatten auf Estrich verlegen

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Diese Verlegemethode war bisher Standard. Ideal ist das Verkleben auch überall da, wo der Belag stark belastet wird oder wo eine geringe Aufbauhöhe erforderlich ist.

Der Untergrund muss hierfür geeignet sein, d. h. er muss sauber sein, darf keine Risse haben und auch nicht dauerhaft feucht sein. Die Ebenheit prüfst Du mit der Wasserwaage. Das Gefälle muss vom Gebäude wegführen und sollte mindestens 1% betragen. Geschlossene Balkone benötigen einen Ablauf. Der Untergrund darf keine Hohllagen haben und muss fettfrei sein.

Arbeitsschritt 1 / 2
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Wenn Du auf Balkon oder Terrasse verlegst, wird die Fläche mit einer Balkonabdichtung vorbereitet. Die Abdichtmasse besteht aus zwei Komponenten und wird vor der Verarbeitung gemischt. An den umlaufenden Rändern ein Dichtungsband in eine Schicht Abdichtmasse einbetten und glatt streichen. Dann eine zweite Schicht Dichtmasse flächig auf der Verlegefläche aufstreichen. Der Auftrag muss gleichmässig dick und fehlerstellenfrei sein.

Arbeitsschritt 2
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Die Fliesen werden im Buttering-Floating-Verfahren verlegt: Erst in einem Abschnitt Kleber mit einer Glättekelle mit passender Zahnung auf der Untergrundfläche auftragen. Auf die Fliesenrückseite eine Schicht Kleber glatt aufspachteln. Dann kannst Du die Fliese ins Kleberbett legen und ausrichten.

Arbeitsschritt 3
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Verlege weitere Fliesen – setze dabei für die Fliesenfugen Fugenkreuze ein, dann werden die Fugen gleichmässig. Grosse, rechteckige Fliesen kannst Du auch versetzt anordnen – beachte aber die Vorgaben auf der Fliesenpackung. Dort ist angegeben, wie weit Du die einzelnen Fliesen versetzen darfst; meist ist es ein Drittel oder ein Viertel der Fliesenlänge. Achte darauf, dass die Fliesen am Ende des Gefälles etwa 15 mm überstehen, damit das Wasser gut abtropfen kann und nicht unter die Fliesen läuft.

Arbeitsschritt 4
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Zum Schluss kannst Du die Sockelfliesen anbringen. Die kannst Du Dir aus restlichen Fliesen zuschneiden. Dann wird mit einem Flexfugenmörtel verfugt. Die Fugen zwischen Boden- und Sockelfliesen verfugst Du dauerelastisch mit Silikon. Die obere Kante zur Hausfassade füllst Du mit Acryl. Das kannst Du später überstreichen.

Arbeitsschritt 5
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Gartenplatten auf Splitt verlegen

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Diese Verlegemethode eignet sich, wenn keine Betonplatte darunter liegt, der Fliesenbelag aber dennoch dauerhaft fest sein soll. Der Untergrund muss für dieses trockene Verlegen vorbereitet werden, dann geht es ganz einfach und schnell.

Damit Du Frostschutzmaterial und Splitt verteilen kannst, brauchst Du eine Begrenzung für den Unterbau mit einem Gefälle vom Gebäude weg – ideal sind 2 %. Der Boden muss verdichtet sein, damit sich nichts setzen kann. Dann wird eine Schicht Frostschutzmaterial eingebracht und ebenfalls verdichtet. Darauf kommt das eigentliche Verlegebett aus 5 cm Splitt. Das Splittbett muss eben abgezogen werden, damit die Fliesen eben verlegt werden können. Am besten geht das mit T-Profilen, die Du als Abziehlehren in den Splitt drückst. Lege nun eine Richtlatte auf die Oberkante der Winkelprofile und ziehe damit ab. Die Abziehlehren wieder herausnehmen und die entstandenen Vertiefungen mit Splitt auffüllen. Beachte bei der Höhe des Splittbettes, dass die Fliesen nachher in der gewünschten Höhe verlegt werden können, üblicherweise auf Oberkantenhöhe der Randsteine.

Arbeitsschritt 1
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Beginne mit dem Verlegen am Rand, denn die Splittfläche darfst Du nicht mehr betreten. Mit einem weissen Gummihammer kannst Du die Fliesen leicht in den Splitt klopfen, zwischendurch immer wieder die Wasserwaage auflegen und prüfen.

Arbeitsschritt 2
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Verlege die Fliesen reihenweise mit Fugen. Mit Fugenkreuzen erhältst Du gleichmässige Fugenabstände. Verlege dann die gesamte Fläche.

Arbeitsschritt 3
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Verfuge die Fläche anschliessend mit einem Pflasterfugenmörtel und entferne das überschüssige Material von der Fläche. Richte Dich bei der Anwendung nach der Herstellerempfehlung des Produktes.

Arbeitsschritt 4
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