Katzen halten

Katzen halten

Willkommen, Katzenfreund, in der Welt der Samtpfoten. Schleich Dich hier durch viele wissenswerte Infos rund um Dein Lieblingstier. Was schmeckt den Stubentigern? Kann ich Katzen erziehen? Wie pflege ich sie? Hier erfährst Du es!

Lesezeit 10 min. Zum Sortiment «Katzenbedarf»

Welche Katze passt zu mir?

«Ich will eine Katze!» Wenn Du diese Entscheidung schon einmal sicher gefällt hast, dann kommt die grosse Frage: Welche Katze passt zu mir? Wir haben Dir im Folgenden eine kleine Entscheidungshilfe zusammengestellt. Bevor Du Dir eine Katze holst, solltest Du Dir einige Fragen stellen. Wenn Du Dir diese Fragen ehrlich beantwortest, kannst Du die Katzenrassen, die für Dich in Frage kommen, meistens eingrenzen.

Die meisten Katzen hassen es, alleine zuhause zu sein. Wenn Du berufstätig bist, ist es sinnvoll, mehrere Katzen zu halten. Einige Rassen, etwa Siamkatzen oder Balinesen, verbringen lieber Zeit mit ihrem Menschen als mit Artgenossen. Das solltest Du berücksichtigen. Langhaarige Katzen, wie die Perser, brauchen jeden Tag ausgiebige Fellpflege, die ebenfalls Zeit kostet. Auch diese Aspekte solltest Du bedenken.

Wenn Du in einer Stadtwohnung ohne Garten/Balkon lebst, ist es nicht sinnvoll, eine freiheitsliebende Katze, etwa die Europäische Kurzhaarkatze, als Haustier zu wählen. Es ist davon abzuraten, ein bewegungsfreudiges Tier in einer Wohnung zu halten. Für die Wohnungshaltung eignen sich ruhige, menschenbezogene Katzen besser, zum Beispiel die Ragdoll oder Bombay. Bedenke auch, wenn Du an einer vielbefahrenen Strasse wohnst, dass dies für einen Freigänger gefährlich werden kann.

Bei der Wahl einer Katze solltest Du Dir überlegen, welche Eigenschaften Du Dir bei dem neuen Haustier wünschst und bei welchen Katzenrassen sich diese besonders zeigen. Natürlich ist jede Katze einzigartig, was ihren Charakter angeht. Aber es gibt einige Wesenszüge, die sich bestimmten Rassen zuschreiben lassen. Damit bei Dir zuhause am Ende nicht die Fetzen fliegen, solltest Du darauf achten, dass die Wesenszüge Deiner Katze grundlegend in Dein Leben passen. Bei Deiner Wahl sollte der Niedlichkeitsfaktor der Katze nur nachrangig eine Rolle spielen.

Wenn Du in einer Familie lebst und in Deiner Bude immer etwas los ist, könnte eine aufgeweckte, anpassungsfähige Katze wie die Selkirk Rex, die Ocicat oder die Singapura die beste Wahl sein. Es gibt auch Katzen, die eher die Ruhe lieben – beispielsweise die Korat, die Snowshoe und die Nebelung. Diese Rassen sind eher für Menschen geeignet, die ein Leben ohne viel Trubel im Haus führen.

Merkmale einer gesunden Katze

Manchmal kommt man schneller zu einer Katze, als es einem lieb ist. Beispielsweise, wenn in Deinem Bekanntenkreis eine Katze Junge bekommen oder der nahegelegene Bauernhof Katzenbabys abzugeben hat. Es gibt einige Merkmale, an denen Du vor Deiner endgültigen Entscheidung erkennen kannst, ob das Tier in einer guten Verfassung ist. Dies ist in der Regel der Fall, wenn:

  • sie ausgelassen ist und ein munteres Wesen hat.
  • sie ein weiches und glänzendes Fell hat.
  • ihr Zahnfleisch blass und frei von Rötungen ist.
  • die Nase trocken, warm und frei von Schleim oder Ausfluss ist.
  • die Augen klar und die Ohren sauber sind.

Erstausstattung für meine Katze

Katzen Erstausstattung

Damit sich Dein Stubentiger bei Dir wohl fühlt, solltest Du für seinen Einzug ein paar Dinge vorbereiten – dann klappt das mit der neuen Freundschaft!

  • Kuschelplatz: Reserviere Deiner Katze ein lauschiges, kuscheliges Plätzchen, das nur für sie bestimmt ist. Hier kann sie sich erholen und ihren ausgiebigen Mittagsschlaf halten.
  • Futter- und Trinknapf: Die Tank- und Raststation für Deine Katze sollte bereitstehen, wenn sie ihr neues Zuhause betritt. Futterautomaten mit Chip-Erkennung sind äusserst praktisch und liefern Futter «auf Anfrage».
  • Futter und mehr: Mahlzeit! Besorge für Deine Katze neben dem Hauptfutter, das Du ihr füttern möchtest, auch kleine Leckerlis für zwischendurch – für eine gesunde Ernährung.
  • Katzenklo: Wie sang schon Helge Schneider: «... ja, das macht die Katze froh!» Darum besorge neben Katzenstreu und einer Streuschaufel auch eine Katzentoilette, am besten mit nach innen gewölbtem Rand.

  • Spielzeug: Spiele mit Deiner Katze – Ihr werdet beide viel Spass dabei haben. Katzenspielzeug wie Katzenangeln oder Federwedel, Fellmäuse und/oder Bällchen sorgen für Abwechslung und Aktivität. Einige Exemplare sind allerdings nicht aufgelegt zum Spielen. Respektiere auch, wenn Dein Mitbewohner eher ein Faulpelz ist.
  • Pflegeutensilien: Mit Kamm und Bürste für die regelmässige Fellpflege bleibt das Fell lange schön und glänzend. Zudem kannst Du vor allem im Frühjahr die Haare herausbürsten, die sich sonst im ganzen Haus oder in der ganzen Wohnung breit machen.
  • Kratzbaum: Sorge um Deine Tapeten oder um das Sofa? Dann besorge Deiner Katze vorsorgehalber einen Kratzbaum oder Kratzmöbel, an denen sie sich die Krallen wetzen kann. Diese gibt es in vielen Formen und Farben, da ist auch für Deine Katze(n) der richtige dabei.
  • Katzenklappe und Schutznetze: Für einen sorgenfreien und stressfreien Ein- und Ausgang Deiner Katze zu jeder Zeit eignen sich Katzenklappen hervorragend. Wohnst Du in höheren Stockwerken, solltest Du ggf. Deinen Balkon mit Schutznetzen ausstatten.

Katzen richtig füttern

Katzen Ernährung
Die artgerechte, optimale Ernährung von Katzen ist besonders proteinreich und ausgewogen. Denn Katzen sind Jäger – wie ihre wilden Verwandten die Raubkatzen. Darum ist auch ihr Organismus hauptsächlich auf die Verwertung tierischer Nahrung und Proteine ausgerichtet. Doch Katzen nehmen auch über den Mageninhalt ihrer Beutetiere pflanzliche Stoffe zu sich. Dadurch wird ihre Ernährung ausgewogen und vitaminreich.
Gib Deiner Katze aufgrund der natürlichen Ausrichtung ihres Organismus ausgewogenes und besonders proteinreiches Trockenfutter und Nassfutter.

Achte zudem auf abwechslungsreiches Futter, das an die speziellen Bedürfnisse des Feinschmeckers angepasst ist, denn Katzen sind Feinschmecker. Die Bezeichnung «Naschkatze» kommt nicht von ungefähr! Abwechslung bietet eine Kombination aus Hauptfutter und Snacks sowie Ergänzungsfutter.

Fütterungstipps

  • Raubtierfütterungen im Zoo sind in der Regel zu festen Uhrzeiten. Reiche Deinem Stubentiger auch mehrere, abwechslungsreiche Mahlzeiten, verteilt über den Tag und zu festen Uhrzeiten.
  • Das Futter sollte Zimmertemperatur haben, also nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen o. Ä.
  • Den Wassernapf Deiner Katze immer mit frischem Wasser füllen.
  • Besorge Katzengras, damit Deine Katze Haarballen aus verschluckten Haaren leichter auswürgen und wichtige Aufbaustoffe aufnehmen kann.
  • Milch für Deine Katze sollte laktosefrei sein, sonst könnte Deine Katze Verdauungsprobleme bekommen. Verdünnte Milch oder spezielle Katzenmilch ist verträglicher.
  • Die Mahlzeiten so portionieren, dass keine oder kaum Reste übrig bleiben. Besonders Nassfutter fängt rasch an, unangenehm zu riechen. Zudem sehen angetrocknete Futterreste im Napf sehr unappetitlich aus. Bei diesem Anblick würde Deine Katze sicherlich beleidigt die Nase rümpfen! Entferne daher lieber nach jeder Mahlzeit die Futterreste aus den Näpfen und reinige die Futterschalen gründlich.

Die Futterarten

Hauptfutter
Um den Grundbedarf Deines Stubentigers zu decken, solltest Du ein proteinreiches Hauptfutter reichen. Ab und an die Geschmacksrichtung wechseln – das bringt Abwechslung in den Ernährungsalltag.

Snacks
Auch Katzen mögen Belohnungen. Wenn Du Deine Katze verwöhnen willst, dann besorge Dir einen kleinen Vorrat an Leckerbissen für die Samtpfote! Achte dabei darauf, dass die Snacks für Zwischendurch artgerecht und gesund sind.

Ergänzungsfutter
Das Füttern von Ergänzungsfutter ist wichtig für Stärkung und Aufbau des Tieres und wird daher vor allem notwendig, wenn sich Dein Kätzchen z. B. im Wachstum befindet, trächtig, krank oder besonders aktiv ist.

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Häufige Fragen rund um die Katzenernährung

Aufschluss über die richtige Futtermenge geben in der Regel die Angaben auf der Verpackung des Katzenfutters. Diese sind aber natürlich auch von dem Stoffwechsel jeder Katze sowie deren Bewegungsdrang und -intensität abhängig. Übergewichtigere Tiere sollten weniger, sehr schlanke und agile Katzen können mehr Futter bekommen.

Viele Katzen lieben Abwechslung! Versuche deshalb, einmal zwei oder drei verschiedene Sorten Katzenfutter miteinander gemischt zu reichen.

Katzen älteren Semesters sollten besonders schonende Nahrung gefüttert bekommen. Von vielen Qualitätsmarken gibt es speziell auf die Bedürfnisse älterer Katzen abgestimmtes Futter. Dieses kannst Du als Alleinfutter oder mit dem üblichen Katzenfutter gemischt anbieten. Dein Tierarzt steht zudem beratend zur Seite, wenn es um die (Vor-)Erkennung und den Umgang mit altersbedingten Schwächen bei Katzen geht.

Reiche verdauungssensiblen Katzen nur ein sehr hochwertiges Futter, das speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist. Wichtig ist hierbei eine vorsichtige Futterumstellung über ca. eine Woche, damit sich Deine Katze an die neue Nahrung gewöhnen kann. Hartnäckige Verdauungsstörungen wie auch Hautprobleme können evtl. auch auf eine Getreideallergie hinweisen; in diesem Fall ebenfalls das Futter entsprechend anpassen. Falls die Probleme anhalten oder häufiger auftreten, geh' auf jeden Fall zum Tierarzt!

In körperlicher Hinsicht sind Katzen ab 9 bis 12 Monaten nahezu ausgewachsen. Ab diesem Zeitpunkt kannst Du die Nahrung auf «Erwachsenenfutter» umstellen.

Auch bei grossen Katzenrassen kannst Du dies tun, auch wenn deren Entwicklung teilweise erst mit ca. 4 Jahren völlig abgeschlossen ist.

Katzen sind „Wüstentiere“ und dadurch in der Lage, ihren Urin sehr stark zu konzentrieren. Darum besteht bei Katzen generell eine Neigung zur Bildung von Harnstein. Stelle darum Deiner Katze immer ausreichend frisches Wasser, am besten an mehreren, gut erreichbaren Stellen zur Verfügung.

Langhaarige Katzenrassen schlucken bei ihrer täglichen Fellpflege meist viel mehr Haare als die Kurzhaarigen.

Zudem neigt stumpfes Fell der Langhaartiger schneller zu Verfilzung. Darum gibt es spezielles Futter für Langhaarkatzen, das Haarballenbildung reduziert und für ein geschmeidiges Fell sorgt. Wenn Du Deiner Katze ein Töpfchen Katzengras hinstellst, sorgt das dafür, dass sie verschluckte Haare auswürgt. Du solltest zudem regelmässig das Fell mit einem Katzenkamm pflegen, damit es lange schön und glänzend bleibt.

Katzen erziehen

Katzen haben ihren eigenen Kopf! Das ist kein Geheimnis. Sie lassen sich im Gegensatz zu Hunden keine Befehle erteilen oder an der Leine herumführen.

Wer ein leicht erziehbares Haustier haben möchte, wird von einer Katze sicherlich enttäuscht.

Bedingungslos gehorsame Samtpfoten gehören zu den Ausnahmen. Kratzbürsten sind keine Seltenheit. Dennoch gibt es diverse Möglichkeiten, Einfluss auf das Verhalten von Katzen zu nehmen.

Im Folgenden haben wir einige Erziehungstipps für Katzen und Infos zum Umgang mit ihnen zusammengestellt.

Willkommen Zuhause! Lasse Deiner neuen Katze vor allen Dingen Zeit, sich an das neue Zuhause zu gewöhnen. Auf das sensible, meist sehr neugierige Tier wirkt die noch nicht erkundete Umgebung zuerst einmal beängstigend. Bleibe von Anfang an in ihrer Nähe und sprich ihr leise und sanft Mut zu. So kann sie sich langsam an Dich und ihr neues «Revier» gewöhnen und sich bald wie zuhause fühlen.

Es ist empfehlenswert, die Katze in den ersten Wochen in der Wohnung oder im Haus zu lassen, bevor sie ihre ersten Freigänge unternehmen kann - wenn sie denn ein Freigänger ist. Wie lange die Katze Zeit braucht, um ihre neue Bleibe als ihr Zuhause anzuerkennen, ist unterschiedlich. In der Regel wird empfohlen, sie mindestens 3 Wochen drinnen zu lassen. Dies variiert allerdings von Rasse und stark auch vom Charakter der Katze.

Wenn Deine Katze Dich begrüsst, indem sie ihr Köpfchen an Deiner Nase reibt oder sich an Deine Beine schmiegt, wenn Du stehst, ist das eine Geste der Zuneigung und des Vertrauens. Wenn zwei Katzen sich mögen, tun sie dasselbe und bekunden dadurch ihre gegenseitige Sympathie. Wenn Du Deine Katze streichelst und sie sich dabei wohl fühlt, drückt sie gerne mal ihre Vorderpfoten abwechselnd gegen dich. Diese Geste rührt von „kindlichen“ Erfahrungen her – mit diesem «Milchtritt» wird bei dem Muttertier die Milchproduktion angeregt.

Analysiere das Verhalten Deiner Katze aufmerksam. Dann wirst Du mit der Zeit feststellen können, was sie zum Schnurren bringt und was zum Fauchen. Viele Katzen mögen es zum Beispiel überhaupt nicht, wenn man sie an den Hinterbeinen oder am Bauch anfasst. Anderen ist das völlig egal. Achte unbedingt auf solche und ähnliche Reaktionen. Katzen können nämlich auch ganz schön zickig reagieren.

Katzen sind äusserst sensibel. Sie reagieren sehr empfindlich auf Lärm jeglicher Art. Wenn man mit seiner Katze spricht, sollte die Stimme daher leise, liebevoll und vertrauenserweckend klingen. Nur Katzen, die ihrem Besitzer vertrauen und seine Stimme nicht als Belästigung empfinden, hören auf ihn. Wie bei Hunden sind auch bei Katzen kurze und deutliche Anweisungen sinnvoller als lange Reden. Mit einem klaren «Nein!», verbunden mit dem Namen der Katze und beispielsweise dem erhobenen Zeigefinger, kann man oftmals viel bewirken.

In Sachen Konsequenz sollten Katzenhalter den Hundebesitzern in nichts nachstehen. Klare Ansagen sind nämlich auch sinnvoll bei der Katzenerziehung. Verbietet man seiner Katze, bei Tisch zu betteln und füttert sie am nächsten Tag am Tisch, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Katzen bald tun und lassen, was sie wollen. Das gleiche gilt für die Kommandos: Hat man sich für bestimmte Befehle entschieden, sollte man bei ihnen bleiben.

Bei manchen Exemplaren hilft allerdings gar nichts. Wenn eine Katze nicht hören will, dann hört sie nicht. Sie haben eben ihren eigenen Kopf.

Meistens ist es kein Problem, mehrere Katzen zusammen zu halten. Denn Katzen sind gesellig und verstehen sich in der Regel mit Artgenossen gut, vorausgesetzt jeder Tiger hat sein eigenes Revier in der Wohnung. Wenn Du Katzengeschwister hältst, ist das perfekt, aber auch andere Katzen können sich aneinander gewöhnen. Achte in jedem Fall darauf, dass Du jeder Katze eine eigene Futterschale zuteilst.
Wichtig ist auch, dass Du alle Katzen gleichbehandelst und keine bevorzugst, vor allem wenn es um Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten geht.

Katzen sind sehr reinlich. Der Gang zur hygienischen Katzentoilette ist für sie meist angenehm. Im sauberen Streu können sie ihr Geschäft ordentlich verscharren, was sie mögen. Daher ist es nicht allzu schwierig, eine Katze stubenrein zu bekommen. Vor allem dann, wenn das Katzen-WC auch noch an einem ungestörten Ort platziert ist. Das lieben die diskreten Tiere besonders.

Sollte der Toilettengang nicht auf Anhieb klappen, gehe wie folgt vor: Setze das Kätzchen nach jeder Mahlzeit behutsam in die vorbereitete, saubere Katzentoilette. Die Katze kombiniert schnell, dass das ihr künftiger «Sitzungsort» sein wird.

Wenn Deine Katze anfängt, trotz Katzentoilette den Schrank oder den Teppich im Wohnzimmer als Platz für ihr Geschäft zu bevorzugen, solltest Du zuerst prüfen, woran das liegen könnte.

  • Ist das Katzen-WC nicht sauber oder die Katzenstreu nicht mehr frisch?
  • Hast Du eine neue Sorte Katzenstreu verwendet, das die Katze vielleicht nicht leiden kann?
  • Fühlt die Katze sich möglicherweise vernachlässigt – beispielsweise durch ein anderes, neues Haustier zurückgesetzt?
All diese Faktoren können «Protestpinkeln» verursachen.

Die Aromamethode ist in solchen Fällen eine sanfte Art der Erziehung. Man träufelt Aromaöl an die Stelle, an der die Katze gerne ihr Geschäft verrichtet. Das verhindert, dass der Stubentiger durch seine alte Duftmarke zu neuen Taten inspiriert wird. Bevor Du Aromaöl auf Teppiche, Bettdecken oder Polsterbezüge träufelst, solltest Du zur Sicherheit prüfen, ob es Flecken verursacht!

Es ist nicht einfach, Verständnis für das geliebte Haustier aufzubringen: Aber das Zerkratzen von Polstermöbeln, Tapeten oder auch Teppichen ist keine bösartige Geste von Katzen, sondern Körperpflege. Denn die Katze muss regelmässig ihre Krallen schärfen und lose Krallenhülsen abstreifen. Nun, und das lässt sich eben aus Sicht der Katze hervorragend am Sofa, Sessel und Co. erledigen.

Wenn man früh genug damit anfängt, seine Katze konsequent zu erziehen, kann man aber seine Einrichtungsgegenstände erfolgreich schützen. Die beste Schutzmöglichkeit ist es, eine attraktivere Kratzalternative anzubieten, sprich: Kratzbäume oder Kratzmöbel aufzustellen.

Um das Kratzverhalten ein wenig zu steuern, sollte man sie deutlich und bei frischer Tat rügen, sobald ihre Krallen sich an Sofa und Co. zu schaffen machen. Anschliessend sollte man das Tier zum Kratzmöbel bringen und loben, wenn es artig am Sisal kratzt. Hat die Katze erst einmal bemerkt, dass es Ärger gibt, wenn sie am Möbel oder der Tapete ihre Krallen schärft, wählt sie künftig mit grosser Wahrscheinlichkeit die stressfreie Alternative des Kratzbaums.

Mit einem Duft, den Katzen mögen, beispielsweise Lavendelaroma, kann die gewünschte Alternative zudem noch parfümiert und dadurch noch attraktiver gestaltet werden.

Hilft alles nichts? Erweist sich der Stubentiger als hartnäckig und bevorzugt immer wieder eine bestimmte Stelle, kann man diese schützen. Die beliebte Kratzstelle an der Tapete lässt sich mit einer kleinen Kratzmatte bedecken. Es gibt auch Sisalbrettchen, die man an Sofas anbringen kann.

Katzen, die nach Essen betteln und hoffnungsvoll auf den Esstisch hüpfen, können wirklich nerven. Meistens sind es Erfolgserlebnisse, die Katzen zu diesem Verhalten gebracht haben. Denn Katzen, die betteln, haben irgendwann einmal einen Leckerbissen geschnorrt, indem sie ihren Besitzer flehend angeblickt haben. Ein solches Erfolgserlebnis prägt sich ein und die Katze wird ihr Glück immer wieder versuchen. Ignoriert man Bettelversuche von Anfang an und lässt sich nicht dazu erweichen, die Katze vom Tisch zu füttern, wird sie diese Art der Nahrungsbeschaffung aufgeben oder gar nicht erst entwickeln.

Hinweis:
Möchtest Du Deiner Katze etwas von Deinem Essen abgeben – vorausgesetzt es ist verträglich für Katzen – lege es ihr in ihren Futternapf. So lernt sie, dass ihre Futterstelle an einem festgelegten Ort ist.

Katzenklappe einbauen

Katzenklappen

Endlich – offene Tür fürs Tier. So gut wie jeder Besitzer von Freigängern unter den Haustieren kennt das Problem: Der vierbeinige Kumpel steht vor der Haustür und will rein – und fünf Minuten später doch wieder raus. Kein Wunder, dass der Gang zur Tür so recht schnell zur leidsamen Routine wird.

Doch die Zeiten als lebendiger Türöffner können für Frauchen und Herrchen der Vergangenheit angehören. Und zwar mit einer Haustierklappe, die diesen unliebsamen Job für Dich übernimmt - zu jeder Tages- und Nachtzeit. So musst Du oder auch Deine Katze keine Geduld mehr beweisen.

Welche Arten von Haustierklappen gibt es?

Grundsätzlich gibt es Haustierklappen mit einem Sicherheitssystem und ohne eins. Sicherheitssysteme erkennen Deine Haustiere und lassen nur diese rein. Je nach Art des Sicherheitssystems wird Dein Haustier entweder an dessen vorhandenem Kennzeichnungschip oder einem Halsbandanhänger erkannt. Wer keinen unerwünschten Besuch von Nachbars Katze oder Hund bekommen möchte, sollte auf eine solche Erkennung setzen.

Wie die Erkennung des Tieres funktioniert, ist ganz unterschiedlich. Es gibt beispielsweise Klappen ...

  • mit Magnet-Erkennung (Achtung, falls der Nachbar auch Magnet-Klappen hat - die funktionieren gegenseitig!)
  • mit Infrarot-Erkennung (mit verschiedenen Wellen, damit man in der näheren Nachbarschaft nicht dieselben hat)
  • oder mit Chip-Erkennung (lesen alle standardmässig zur Tierkennzeichnung verwendeten Chips, aber auch Halsbandanhänger)
Weitere nützliche Funktionen:
Manche Systeme bieten auch Zeitschaltfunktionen, mit denen Du den Auslauf beziehungsweise das Hereinkommen des Tieres regeln kannst. Wiederum andere Klappen mit Zwei-Wege-Scanner können zwischen Freigängern und Wohnungskatzen unterscheiden und lassen nur ausgewählte Tiere raus und rein.

Eine weitere wichtige Frage, die Du Dir stellen solltest, ist die Frage nach dem passenden Einbauort. Die meisten Klappen können in Fenster, Türen und Mauerwerk installiert werden. Abhängig von der Tiefe des Tunnels der Klappe und der Stärke der Tür oder der Mauer kann jedoch die Verwendung von Installationszubehör notwendig sein. Du solltest Dich daher gut informieren, für welche Klappenmodelle welche Accessoires erhältlich sind.

Hinzu kommt, dass einige Klappen isolierende Eigenschaften haben und damit bei schlechtem Wetter auf jeden Fall Vorteile gegenüber gewöhnlichen Klappen haben. Bei falschem Einbau der Katzenklappe in eine Glastür gehen Eigenschaften der Wärmedämmung verloren. So gilt es immer, bei der Auswahl des Einbauortes auf eine wind- und wettergeschützte Lage zu achten und die Hilfe eines Glasers in Anspruch zu nehmen.

Natürlich solltest Du bei der Wahl des passenden Produktes und des Einbauortes das Haustier nicht ausser Acht lassen. So gibt es für grössere Katzenrassen und Hunde auch extragrosse Haustierklappen.

Solltest Du Dir hier nicht ganz sicher sein, zeichne einfach die Innenmasse der Klappe auf Karton, schneide die Öffnung aus und lass' Dein Haustier durchsteigen. Der Einbauort sollte für Dein Tier leicht zugängig sein und die Klappe nicht zu hoch montiert werden. Hier empfiehlt es sich immer, das Benutzerhandbuch zurate zu ziehen.

Tipp

Bei der Verwendung von Anhängern solltest Du dringend darauf achten, dies nur in Verbindung mit einem Sicherheitshalsband zu tun. Tiere können beim Spielen im Garten leicht am Geäst oder spitzen Gegenständen hängen bleiben und sich ernsthafte Verletzungen zuziehen.

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Katzen pflegen

Katzen sind überaus reinliche Tiere. Das merkt man unter anderem daran, dass sie sehr viel Zeit des Tages damit verbringen, ihr Fell zu putzen. Die meisten Katzen gönnen sich auch sehr oft ihren Schönheitsschlaf. Wie Du Deinen Stubentiger ganz nach seinem Geschmack bei der Pflege behilflich sein kannst, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Hier die wichtigsten Tipps, wie Du Deine Katze bei der Pflege unterstützen kannst:

Katzen putzen ihr Fell selbst täglich und ausgiebig mit ihrer kleinen rauen Zunge. Du kannst ihr bei der Fellpflege behilflich sein – je nach Haarlänge der Katze wird das häufig oder weniger häufig vonnöten sein.
Wenn Du eine Kurzhaarkatze hast, bürste das Fell hin und wieder im Frühjahr, denn zu dieser Jahreszeit findet der Fellwechsel statt. Das Fell von Langhaarkatzen sollte hingegen in regelmässigen Abständen mit einem speziellen Katzenkamm oder mit Katzenbürsten gepflegt werden.

Die Krallen Deiner Katze sollten gelegentlich gekürzt werden. Vor allem, wenn die Katze in der Wohnung gehalten wird, kann es häufiger erforderlich sein. Hole Dir hierfür Rat beim Tierarzt oder lasse ihn das Kürzen übernehmen. Beim Spielen mit Deiner Katze kann es auch für Dich weniger schmerzhaft sein, wenn das Kätzchen mit nicht allzu langen Krallen agiert.

Katzenwäsche? Nein, danke: Bade Deine Katze nur, wenn es unbedingt erforderlich ist. Denn Katzen mögen in der Regel Wasser wirklich überhaupt nicht. Insofern ein Bad unumgänglich ist, verwende kein herkömmliches, sondern ein mildes Katzenshampoo.

Saubere Sache: Entferne täglich die verschmutzte Katzenstreu, z. B. mit einer entsprechenden Schaufel und fülle frische nach. Je nachdem, welche Qualität das Katzenstreu hat, solltest Du die Katzentoilette wöchentlich bzw. monatlich heiss auswaschen und neue Streu einfüllen. Beim Reinigen des Katzenklos keine scharfen Reinigungsmittel verwenden – das stört die empfindliche Nase Deiner Katze!

Die meisten Katzen sind kleine Gourmets. Das heisst unter anderem, dass ihre Augen und vor allem Nasen «mitessen». Für einen Futternapf, in dem noch vertrocknete Essensreste vom letzten Mahl hängen, haben die meisten Katzen höchstens ein verächtliches Naserümpfen übrig. Statt daraus zu fressen, werden sich wohl die meisten Tiere mit beleidigter Miene und stolz erhobenem Kopf und Schwanz umdrehen und davon stolzieren. Daher solltest Du den Napf stets sauber halten und auch in die Trinkschale immer sauberes Wasser nachfüllen.

Tipp

Beim Essen haben Katzen auch gerne ihre Ruhe. Suche deshalb als Trink- und Futterstation einen gemütlichen, ungestörten Platz aus und störe das Tier nicht, wenn es gerade frisst oder trinkt.

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Spielen mit Katzen

Katzen Beschäftigung

Es gibt nur wenige Katzen, deren Pupillen sich nicht aufgeregt weiten, wenn sie einen sich bewegenden Wollknäuel entdecken. Besonders bei jungen Kätzchen, aber auch noch bei älteren Semestern ist der Spieltrieb enorm ausgeprägt.

Im Folgenden stellen wir Dir ein paar Katzenspielzeuge vor, mit denen Katzen und auch Du jede Menge Spass beim Spielen haben können.

Mäusejagd eröffnet!

Nicht erst seit der Zeichentrickserie Tom & Jerry ist klar: Katzen haben Mäuse zum Fressen gern. Um die Stubentiger vielleicht ein wenig von den reizvollen lebenden Mäusen abzulenken, gibt es jede Menge Spielzeug in Mausform in vielen verschiedenen Ausführungen und Materialien. Da gibt es z. B. Plüschmäuschen aus Fell oder Mäuse aus Nylon oder auch Mäuse aus dem kratzrobusten Material Sisal. In welcher Form und aus welchem Material auch immer: Mäuse sind definitiv der Klassiker unter den Katzenspielzeugen!

Wenn Deine Katze mal eine echte Maus gefangen hat und sie Dir vor die Terrassentür legt, lobe sie dafür. Das ist in den Augen einer Katze der grösste Liebesbeweis.

Sie bedankt sich bei Dir für Deine treuen Dienste als Futterdosenöffner und Kraul-Kumpane.

Die Aufmerksamkeit der Mietze angeln

Einer Spielzeug-Angel kann kaum eine Katze widerstehen! Es gibt sie in ganz unterschiedlichen Formen, Farben und Materialien. Die Bewegungen des tänzelnden Köders, die meist an typische Beutetiere wie Mäuse oder Vögel erinnern, wecken bei so gut wie jeder Katze Jagdinstinkte. Das Angelspiel ist für beide Seiten – Mensch sowie Tier – ein Vergnügen.

Durch die lange Leine und den Stock sind Deine Hände und Arme zudem in sicherer Entfernung zu den Krallen des Spielgefährten. Pass dennoch auf. Katzen sind unglaublich schnell, wenn sie der Ehrgeiz und Spieltrieb erst einmal gepackt hat ...

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Wilde Kugeln schieben

Alles, was sich bewegt und vor allem alles, was rollt, bringt Deine Katze garantiert in Schwung! Die Auswahl ist riesig: Es gibt Bällchen aus Sisal, Weidengeflecht, Mini-Tennis- oder Golfbälle, Igelbälle oder sogar Bälle mit integriertem Sound,
z. B. ein Glöckchen oder eine Rassel im Inneren.

Egal, aus welchem Material das Spielzeug ist, solltest Du darauf achten, dass der Ball nicht zu klein ist. Eher weniger geeignet sind Murmeln, die im Eifer des Katzengefechts von den Haustieren verschluckt werden können.

Vor Spielspass im Rad drehen

Es gibt mittlerweile eine sehr grosse Auswahl an Katzenspielzeug, das nicht nur Spass macht, sondern auch die Geschicklichkeit von Katzen trainiert. Beispielsweise ein Spielrondell. Rund um das Spielzeug, das innen hohl ist, sind kleine Öffnungen. Durch diese kann die Katze mit der Pfote einen kleinen Ball erreichen, der im Inneren bewegbar ist. Dazu wird die Katze angeregt durch den betörenden Katzenlockduft, den der Ball verströmt.

Das Fangspiel ist sehr lustig anzuschauen und trainiert Geschicklichkeit und Kondition der Katze und häufig auch die Lachmuskeln des Besitzers.

Tunnelblick

Wenn die Katze einmal einen Rascheltunnel entdeckt und lieb gewonnen hat, wird sie sicherlich eine ganze Weile nichts anderes mehr im Kopf haben. Die im Tunnel eingenähte Raschelfolie weckt tierisch die Neugierde. Je nach dem, welches Temperament Deine Katze hat, wird sie entweder immer wieder wild durch den Tunnel flitzen oder das Versteck als gemütlichen Rückzugsort benutzen.

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