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Ratgeber

Koniferen pflanzen

Lesezeit 10 min.
Koniferen pflanzen

Koniferen sind spiessig und langweilig? Quatsch! Du musst nur wissen, wie Du sie richtig in Szene setzt. Dann können die Nadelbäume ein echtes Highlight in Deinem Garten sein. Und Du kannst beweisen, dass es für einen richtigen Macher keine botanischen Grenzen gibt.

Koniferen in Deinem Garten

Hinter dem Namen Koniferen verbergen sich schlicht und einfach Nadelbäume. Sie sind vor allem als Hecken beliebt, weil sie sich gut in Form schneiden lassen. Aber auch als Solitärpflanzen sind sie beliebt. Die für den Garten erhältlichen Sorten sind alle Zwergkoniferen und werden deshalb nicht so gross, wie ihre wilden Verwandten.

  • Fichten

    Fichte

    Sie ist sehr anspruchslos, wächst schnell und gerade. Die Zwergvariante der Fichte wird meist 1 bis 3 Meter hoch. Die Nadeln sind sehr spitz und rund um den Zweig angeordnet. Die Fichtet bildet Zapfen, die zu Boden fallen, wenn sie reif sind.

  • Kiefer

    Kiefer

    Die Kiefer wird bis zu 3 m hoch und hat eine kegelförmige Krone. Die Nadeln sind ca. 6 cm lang und wachsen in Paaren an kurzen Stielen. Die Zapfen sind kurz und eiförmig und enthalten kleine Samen. Die Wurzeln der Kiefer passen sich dem Untergrund an und können dadurch tief, flach oder herzförmig angelegt sein.

  • Thuja

    Lebensbaum/Thuja

    Die Thuja wird bis zu 3 m hoch. Die Nadeln sind hier untypisch und sitzen flach an den Trieben. Sie sind oft mattgrün und im Winter olivgrün. Von diesem einhäusigen Baum gibt es männliche und weibliche Exemplare. Deren Zapfen sind bei beiden sehr klein. Die männlichen sind rötlich und die weiblichen erst hellgrün säter hellbraun.

  • Tanne

    Tanne

    Die Tanne wächst sehr aufrecht und mit sehr tiefen Wurzeln. Ihre Nadeln sind dunkelgrün bis blaugrau und durch zwei weisse Striche an der Unterseite gut zu identifizieren. Die Tannenzapfen stehen aufrecht auf den Ästen. Sie zerfallen, wenn sie reif sind und geben die Samen frei.

  • Wacholder

    Wacholder

    Der Wacholder wächst oft strauchförmig. Die Nadeln sitzen immer in kleinen Büscheln á drei Nadeln rund um den Zweig. Sie sind sehr spitz und ca. 2 cm lang. Über drei Jahre wachsen die Zapfen, wenn sie reif sind färben sie sich schwarz und es bilden sich die bekannten Wacholderbeeren. Wacholder wurzelt tief.

  • Zypresse

    Zypresse

    Die Nadeln der Zypresse sind zunächst hellgrün und werden mit zunehmendem Alter dunkler. Sie sind sehr dicht und bieten einen guten Sichtschutz. Die Zapfen der Zypresse haben mehrere «Kammern» in denen sich die Samen befinden. Die weiblichen Zapfen unterscheiden sich etwas von den männlichen und brauchen etwa zwei Jahre bis sie reif sind. Die Zypresse wurzelt flach.

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Koniferen richtig pflanzen

Was den Standort angeht sind Koniferen recht anspruchslos. Wenn sie genügend Nährstoffe bekommen und regelmässig gepflegt und geschnitten werden, hast Du lange Freude daran. Die meisten wollen nicht im Schatten stehen weshalb ein heller sonniger bis halbschattiger Standort ideal ist.

Eine Ausnahme ist die Eibe. Sie fühlt sich auch im Schatten wohl.

Manche Sorten – z. B. kleine Fadenzypresse oder Zwergwacholder – eigenen sich auch dafür im Kübel gepflanzt zu werden. Koniferen sind pflegeleicht, robust und anspruchslos. Sie sind auch deshalb sehr beliebt, weil sie immergrün sind und deshalb das ganze Jahr über einen Sichtschutz bieten.

Abstand zum Nachbargrundstück

Wenn Du Koniferen aber auch andere Bäume und Büsche als Begrenzung zum Nachbargrundstück nutzen willst, musst Du auf den richtigen Abstand achten. Denn bevor es später zum Nachbarschaftsstreit kommt, solltest Du dich besser vorher informieren.

Eine Faustregel besagt:

Halte bei Bäumen und Sträuchern bis etwa zwei Metern Höhe einen Abstand von mindestens 50 cm zum Nachbargrundstück ein. Bei höheren Pflanzen mindestens einen Meter.

Das ist aber nur eine Faustregel. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, informiere Dich!

Boden vorbereiten und einpflanzen

Koniferen pflanzt Du am besten im Herbst, dann haben sie bis zum nächsten Frühjahr genug Zeit anzuwachsen bevor die Vegetationsperiode beginnt, in der die Pflanze mehr Energie benötigt. Pflanzen im Topf oder Container sind da die Ausnahme. Sie können das ganze Jahr gepflanzt werden. Achte aber darauf, dass der Boden frostfrei ist.

Zunächst entfernst Du von der Pflanzstelle das Unkraut und lockerst die Erde auf. Das Loch, das Du jetzt aushebst sollte doppelt so gross und eineinhalb mal so tief sein, wie der Wurzelballen der Konifere.

Bei besonders dichtem Boden gibst Du etwas Sand, Hornspähne oder Splitt bei. Ist der Boden besonders sandig, reichere ihn mit Kompost, Geisteinsmehl oder Bodenaktivator an. Hat der Boden einen pH-Wert unter 6 solltest Du ihn aufbasen. Dafür gibst du Magnesium-Kalk dazu.

Wenn Du den Boden soweit vorbereitet hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt um ein Anti-Unkraut-Vlies zu verlegen, wenn Du das willst.

Wenn Du die Pflanze im Topf oder Container gekauft hast, löst Du ihn vorsichtig vom Wurzelballen. Alle Koniferen ob mit Ballen oder wurzelnackt, stellst Du bis zum Einpflanzen in einen Eimer Wasser. Pflanzen, die ein Ballentuch haben, behalten das bis sie in die Erde gesetzt werden.

Koniferen einpflanzen

Setze die Pflanze nicht zu tief in das Pflanzloch, sondern so wie sie vorher im Topf stand. Wenn Du schon grössere Koniferen einpflanzt, solltest Du sie mit einem Pfahl und einer geeigneten Schnur etwas fixieren. Dann kann ihr auch der Wind nichts anhaben und sie wächst gerade nach oben.

Jetzt gibst Du einen Teil des Aushubs gemischt mit Dünger in das Pflanzloch und drückst sie vorsichtig an den Wurzelballen. Dann wässerst Du die Konifere kräftig. Zum Schluss füllst Du das Pflanzloch mit dem restlichen Aushub auf und trittst ihn gut fest. Noch mal kräftig wässern und fertig!

Tipp

Als zusätzlichen Unkrautschutz kannst Du rund um die Pflanze Mulch ausbringen. Der verhindert ausserdem, dass zu viel Feuchtigkeit verdunstet. Das Mulchmaterial zersetzt sich mit der Zeit und gibt wichtige Nährstoffe an den Boden ab.

Koniferen richtig düngen

Koniferen brauchen für ihre Nadeln viel Eisen, Schwefel und vor allem Magnesium. Sorge zweimal im Jahr für eine Zufuhr dieser Nährstoffe. Am besten zwischen Ende Februar und Mitte März – wenn der Austrieb beginnt – einmal düngen und einmal zwischen Ende Juli und Ende August. Am besten nimmst Du dafür Koniferendünger und Kalimagnesia für die zusätzliche Portion Kaliumoxid und Magnesiumoxid).

Koniferen schneiden – Wann und wie?

Der beste Zeitpunkt für den Schnitt bei Koniferen ist das Frühjahr oder der frühe Herbst. Nicht mitten in der Vegetationsperiode schneiden. Such Dir am besten auch einen bewölkten Tag aus, dann entstehen keine ausgetrockneten braunen Stellen.

Beim Schnitt von Koniferen musst Du vorsichtig sein, denn sie wachsen hauptsächlich an den Triebspitzen. Wenn Du zu radikal schneidest, kann es passieren, dass die Pflanze an der Stelle nicht mehr austreibt und verkahlt.

Immer wenig zurückschneiden und den Mitteltrieb stehen lassen bis sich ein Seitentrieb aufrichtet.

Wenn kein Schnitt erforderlich ist, dann führe nur einen Korrektur- und Pflegeschnitt durch. Schneide vertrocknete oder abgestorbene Äste raus – die müssen weg. Wenn die Krone zu buschig wird, kannst Du auch mal einzelne Äste rausschneiden.

Formgehölze schneidest Du nach Bedarf um die Form zu erhalten.

Koniferen umpflanzen?

Wenn Du eine Konifere umpflanzen willst, musst Du auf ein paar Sachen achten:

  • Pflanze im Herbst um.
  • Nur Koniferen umpflanzen, die nicht länger als vier Jahre an ihrem Platz standen.
  • Zu alte Pflanzen können durch das Umpflanzen absterben.
  • Der gesamte Wurzelballen muss möglichst grossräumig ausgegraben werden.
  • Wenn die Konifere wieder eingepflanzt wurde, grosszügig wässern und mit einem Holzpfahl stabilisieren.

Warum werden Koniferen von innen braun?

Dass Koniferen von innen braun werden kann mehrere Ursachen haben:

1. Natürlicher Prozess durch Mangel an Luft und Licht

Häufig ist die Erklärung eine ganz natürliche, denn durch den Wuchs und die Verdichtung der Äste, bekommen die inneren Zweige weniger Licht und Luft ab. Dort wo kein Licht mehr hinkommt, lassen alle immergrünen Pflanzen das Blattwerk vertrocknen und ziehen die Säfte heraus, um sie zur Photosynthese den beleuchteten Pflanzenteilen zur Verfügung zu stellen.

Ab dem Herbst, wenn das Licht weniger wird und die Konifere schon recht dicht ist, wird dieser Effekt verstärkt.

Dem kannst Du mit dem richtigen Schnitt entgegenwirken. Da musst du allerdings vorsichtig vorgehen, denn ein zu radikaler Schnitt bewirkt genau das Gegenteil.

braune Konifere

2. Schädigung durch Wurzelfäule, Schädling, Pilz oder Trockenheit

Diese Ursachen sind weniger schön und können Deine Pflanze wirklich zerstören. Du erkennst sie daran, dass die braunen Stellen nicht nur im Inneren der Pflanze auftreten sondern auch aussen.

Häufig ist es entweder eine Würzelfäule, die Thuja Miniermote oder ein Pilz. Erkennbar ist der an schwarzen Pünktchen an den befallenen Spitzen.

Auch Trockenschäden können die Ursache für braune Stellen sein. Wenn der Sommer besonders trocken war und die Konifere im Winter über den gefrorenen Boden kein Wasser aufnehmen kann, dann entstehen ernsthafte Schäden. Giesse deshalb auch im Winter ab und zu die Koniferen.

3. Ein unausgelichener Nährstoffhaushalt

Wenn Du tiefgrüne Koniferen ohne einen Hauch von Braunfärbung haben willst, dann musst auf die richtige Versorgung mit Wasser aber auch mit den richtigen Nährstoffen achten.

Dabei ist eine Überdosierung genauso fatal, wie ein Mangel. Wenn Deine Konifere braune Stellen bekommt, signalisiert sie Dir, dass sie aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Stelle deshalb auch Deine üblichen Pflegerituale in Frage um herauszufinden, woher das Problem kommt. Es kann sich nämlich auch um einen schleichenden Prozess handeln.

Koniferen im Kübel pflanzen

Wenn Du Deine Konifere in den Kübel pflanzen willst, nimmst Du am besten torffreie Pflanzerde. Gerade im Kübel musst Du darauf achten, dass Deine Konifere immer gut mit Nährstoffen versorgt wird, denn im Kübel sind sie schneller aufgebraucht als im Boden.

Der Kübel sollte gross genug sein. Mindestens so gross, dass Du rund um den Pflanzballen mit der Faust die Erde abdichten kannst. Abflusslöcher für überschüssiges Wasser sind sehr wichtig. Über das Loch kannst Du eine Drainageschicht aus Blähton, Tonscherben, Kies oder Perlite geben. Das verhindert, dass die Pflanzerde das Loch verstopft.

Koniferen im Kübel

Koniferen mit anderen Pflanzen kombinieren

Koniferen kannst Du problemlos mit anderen Pflanzen kombinieren, die den gleichen Standort bevorzugen. Damit Du etwas Abwechslung bekommst kombinierst Du sie am besten mit mit blühenden Sträuchern, wie Heidekraut, Prachtkerze, Lavendel, Bodendecker- oder Beetrosen. Auch Gräser z. B. Blauschwingel oder Lampenputzergras passen super.

Auch im Kübel gepflanzt lassen sich kleinere Koniferen gut mit Bodendecker-Rosen oder etwas Efeu und einer Christrose kombinieren. Passend zur Jahreszeit kannst Du noch Saisonblumen dazupacken.

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