Zimmertürarten

Aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Türarten gibt es für jedes Vorhaben, jeden Einsatzbereich oder Zweck die passende Tür. Hier werden einige Zimmertürstile und Funktionstüren kurz vorgestellt.

Glatte Tür

Glatte Türen (auch Sperrtüren) bestehen aus einem leichten Holzrahmen, der beidseitig mit einer Platte verkleidet ist. Die Füllung (Kern) dazwischen kann unterschiedlich stabil sein. Ein Wabenkern aus Presspappe ist die einfachste Variante. Besonders stabil wird diese Tür mit einer Spanplatte als massiver Kern. Die glatte Tür schützt Wohnräume gegen Schall oder Wärmeverlust. Diese Türen sind meist zeitlos und funktional.

Landhaustür bzw. Stiltür

Landhaustüren sind Füllungstüren aus Massivholz mit gefrästen Profilen aus stabverleimten Massivholz (Kiefer oder Fichte). Die rustikalen Vertreter der Zimmertüren eignen sich - wie der Name schon sagt - für Räume im Landhausstil.

Bei Stiltüren handelt es sich um geprägte Türen, deren Aufbau sich aus einer Röhrenspanfüllung mit Furnieroberfläche zusammensetzt.

Produkt-Highlight

Landhaustür Pertura Fengur Kiefer 86.0x198.5 cm Links 02/03
Landhaustür Pertura Fengur Kiefer 86.0x198.5 cm Links 02/03
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119.00 CHF / ST

Glastür

Eine Glastür besteht in der Regel aus einem ca. 8 mm dicken Sicherheitsglas. Dieses kann strukturiert, mit Siebdruck verschönert oder sandgestrahlt sein. Glastüren eignen sich dort, wo kein oder nicht ausreichend Tageslicht in Räume fällt, in denen Durchschauen erwünscht ist oder moderne optische Akzente gefragt sind.

Der Schallschutz bei dieser Tür ist nur schwach ausgeprägt. Zum Reinigen von Glastüren empfehlen wir einen speziellen Glasreiniger. Bitte beachte hierbei die Herstellerinformationen.

Schiebetür

Es gibt sie in zwei möglichen Ausführungen: sie kann vor oder in der Wand verlaufen. Ihr grosser Vorteil besteht darin, dass kein Platz zum Öffnen der Tür in den Raum benötigt wird. Ideal eignet sich diese Türart zwischen Küche und Esszimmer oder Wohnzimmer.

Windfangelement

Windfangelemente sind die optimalen Raumteiler, mit denen Du zum Beispiel Flur und Wohnraum voneinander trennen kannst – ohne dabei auf Helligkeit verzichten zu müssen. Durch Glaseinsätze als Seitenteil und/oder Oberlicht gelangt Licht auch bei geschlossener Tür in den angrenzenden Raum.

Kombinationsmöglichkeiten: Das Seitenteil kann links, rechts oder beidseitig platziert werden, jeweils mit oder ohne Oberlicht.

Windfangelement

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Bestandteile einer Zimmertür

Für die spätere Funktion der Tür spielt der Aufbau eine grosse Rolle. Aber woraus bestehen Türen eigentlich? Wir schauen mal genauer hin.

Hornbach
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Das siehst Du hier
1
Türband (Scharnier)

Verbindet die Tür mit der Zarge und sollte ein einfaches und geräuscharmes Öffnen der Tür ermöglichen. Je nachdem, auf welcher Seite das Türband bzw. Scharnier platziert ist, wird der Türdrücker ausgerichtet.

Ist das Türband rechts, zeigt der Türdrücker innen nach rechts (DIN rechts) und umgekehrt.

2
Lichtausschnitt

Türen mit Lichtausschnitt sind ein Hingucker in Deiner Wohnung und füllen Räume mit Tageslicht, die ansonsten dunkel bleiben würden. Lichtausschnitte hellen Deine Wohnräume auf!

3
Drückergarnitur mit Schloss

Türdrücker sind in vielen Formen und mit verschiedenen Funktionalitäten erhältlich. Neben Lang-/Kurzschild, Rosetten und Varianten für Bad und WC gibt es klassische Wohnungs- und Korridorabschlüsse sowie Haustürgriffe. Je nach Art der Tür werden Profilzylinder oder Einsteckschlösser für Haus- oder Zimmertüren erforderlich.

4
Zarge (Türrahmen)

Eine Zarge ist mehr als die blosse Verbindung von Wand und Tür. Sie gibt der Tür einen Rahmen und setzt sie damit auch in Szene. Das Mass für die Zargen sollte immer an der stärksten Stelle der Maueröffnung ausgemessen werden.

5
Türblatt

Den beweglichen Teil der Tür bezeichnet man als Türblatt. Es gibt verschiedene (technische) Anforderungen an das Türblatt hinsichtlich Schall-, Wärme- und Brandschutz sowie Einbruch- und Schlusssicherheit.

Standardmasse

  Maueröffnung
min. – max.
Türblattaussenmass
nach DIN 68706-1
Breite 62,5 cm – 66,0 cm 61,0 cm
  75,0 cm – 78,5 cm 73,5 cm
  87,5 cm – 91,0 cm 86,0 cm
  100,0 cm – 103,5 cm 98,5 cm
Höhe 200,0 cm – 202,5 cm 198,5 cm
  212,5 cm – 215,0 cm 211,0 cm

Die DIN-Richtung einer Zimmertür bestimmt die Anschlagrichtung und in welche Richtung sich eine Tür öffnen lässt. Für die Bestimmung der Richtung eines Türdrückers ist der Blick auf die Anschlagseite massgebend, d.h. also jene Seite, auf der die Türbänder sichtbar sind.

  • DIN rechts: Türbänder sind innen rechts angebracht und der Türdrücker zeigt innen nach rechts zu den Bändern.
  • DIN links: Türbänder sind innen links angebracht und der Türdrücker zeigt innen nach links zu den Bändern.

DIN Richtung

Wie messe ich eine Zimmertür richtig aus?

Mit unserem Aufmassblatt für Zimmertüren kannst Du Deine Tür in Ruhe zu Hause ausmessen. Das erleichtert Dir die Bestellung der neuen Zimmertür.

Und so funktioniert das Messen:

  • Höhe

    Höhe

    Gemessen wird ab Oberkante des fertigen Fussbodens (inkl. Estrich, Parkett, Fliesen etc.) bis Unterkante Sturz.

  • Breite

    Breite

    Gemessen wird die fertige Wandöffnung.

  • Tiefe

    Tiefe

    Gemessen wird die fertige Wandstärke (bitte Putz, Fliesen etc. beachten).

von

Austattung des Türblatts

Die Oberfläche einer Tür ist entscheidend für die Optik und auch wie robust die Tür ist. Bei Holztüren gibt es beispielsweise:

  • Dekor: Die edlen Farbtöne der Folienbeschichtung verleihen der Oberfläche eine hochwertige Ausstrahlung. Durch die fototechnische Holzoberfläche sind Dekor-Türen strapazierfähig und günstig.
  • Lackiert: Lackierte Türen werden in einem aufwändigen Verfahren mit einer UV-gehärteten Mehrschicht-Acryllackoberfläche versehen. Das macht ihre Oberfläche seidenmatt schimmernd und besonders hochwertig.
  • CPL: Diese Türen haben eine spezial gehärtete Oberfläche und sind dadurch besonders kratz-, abrieb- und stossfest. Designtechnisch sind diese Oberflächen als naturidentische Holzreproduktion erhältlich, die lange Zeit schön und elegant wirken. Ein spezielles Herstellungsverfahren erzeugt ein fühlbares Relief, das Echtholz sehr ähnlich ist.
  • Furnier: Veredelt und geschützt durch eine hochwertige, umweltfreundliche Lackierung auf Wasserbasis. Bei diesen Türen handelt es sich um Unikate aus dem Naturprodukt Holz.
  • Massiv: Bei massiven Türen werden ausschliesslich natürliche Materialien verwendet, was die Tür besonders robust macht.

Hinsichtlich des Türblattes wird zwischen Glattkanten und Rundkanten unterschieden. In Kombination mit der jeweils passenden Türzarge ergibt sich ein stimmiges Bild.

Austattung des Türblatts

Mittellagen

Ein weiteres, wichtiges Qualitätsmerkmal von Türen bzw. Türblättern ist die Mittellage. Denn aus deren Zusammensetzung resultiert hauptsächlich die Stabilität einer Tür.

  • Spezialwabenkern

    Spezialwabenkern
    Durch die Wabenstruktur wird eine Tür besonders leicht, besitzt trotzdem eine ausgezeichnete Oberflächenruhe und hält hohen Flächenbelastungen stand.

  • Röhrenspankern

    Röhrenspankern
    Wenn Du Wert auf Stabilität und Basisschallschutz legen, solltest Du auf eine Tür mit Röhrenspaneinlage setzen.

  • Vollspankern

    Vollspankern
    Für Bereiche mit hohen Lärmbelastungen eignen sich Türen, deren Kern aus einer massiven Sperrholzplatte besteht (z. B. Wohnungstüren in Mehrfamilienhäusern).

  • Klimaklasse II

    Klimaklasse II
    Diese Türen eignen sich für Temperaturen von aussen 13°C und innen 23°C, also für einen Temperaturunterschied von ca. 10 °C. Die Klimaklasse II gleicht ausserdem eine relative Luftfeuchte von bis zu 35 % aus (aussen 65 %, innen 30 %). Beuge mit der richtigen Klimaklasse dem Verzug der Türen vor, sodass z. B. die Schalldämmung dauerhaft erhalten bleibt.

  • Klimaklasse III

    Klimaklasse III
    Türen der Klimaklasse III eignen sich für Temperaturen von aussen 3°C und innen 23°C, also für einen Temperaturunterschied von etwa 20 °C. Die Klimaklasse III gleicht ausserdem eine relative Luftfeuchte von bis zu 55 % aus (aussen 85 %, innen 30 %). Durch die Wahl der richtigen Klimaklasse beugst Du vor, dass die Tür sich verzieht, weshalb z. B. auch die Schalldämmung dauerhaft erhalten bleibt.

  • Schallschutz 32 dB

    Schallschutz 32 dB
    Mit diesen Wohnungseingangstüren wird Lärm aus dem Treppenhaus, der durch die Wohnungstür eindringt, um ca. 32 dB reduziert.

  • Schallschutz 37 dB

    Schallschutz 37 dB
    Mit dieser Ausstattung wird Lärm aus dem Treppenhaus, der durch die Wohnungstür eindringt, um ca. 37 dB reduziert.

von

Unterschiedliche Arten von Türzargen

Eine Zarge ist weit mehr als die blosse Verbindung von Wand und Tür. So wie ein Rahmen das Bild zusätzlich unterstreicht, betont die Zarge die Tür.

Zargen sind je nach Oberfläche in den Ausführungen Rundkante, Glattkante, profiliert oder bombiert erhältlich. Deshalb lassen sie sich in der Regel individuell an die Gestaltung der Tür anpassen.

Türzargen bestehen in der Regel aus Holz oder Stahl. Beide Varianten können für Zimmertüren verwendet werden.

  • Zarge mit Softkante

    Zarge mit Softkante

    • Bekleidungsbreite: 60 mm
    • Bekleidungsstärke Zarge: 15 mm

  • Zarge mit Glattkante

    Zarge mit Glattkante

    • Bekleidungsbreite: 50 mm
    • Bekleidungsstärke Zarge: 15 mm

  • Zarge mit Rundkante

    Zarge mit Rundkante

    • Bekleidungsbreite: 60 mm
    • Bekleidungsstärke Zarge: 15 mm

  • Bombierte Zarge

    Bombierte Zarge

    • Bekleidungsbreite: 70 mm
    • Bekleidungsstärke Zarge: 15 mm

  • Profilierte Zarge

    Profilierte Zarge

    • Bekleidungsbreite: 60 mm
    • Bekleidungsstärke Zarge: 15 mm

    bei Zargen Kiefer/Fichte:

    • Bekleidungsbreite: 65 mm
    • Bekleidungsstärke Zarge: 15 mm

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Tipp: Wandstärke messen

Man misst die Maueröffnung grundsätzlich an der stärksten Stelle. Zargen sind in der Regel um bis zu 1,7 cm verstellbar. Dadurch kann die Zarge meist problemlos an die Wandstärke angepasst werden.

Zimmertüren ausbessern und reparieren

Spalten gegen Zugluft abdichten

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Tür gegen Zugluft abzudichten. Am einfachsten ist das Befestigen von Dichtungsstreifen. Diese sind selbstklebend und werden rundum in den Zargenfalz eingeklebt. Kalte Luftströme an der Türunterseite können mit dem Ankleben einer Bürstendichtung am Türblatt verhindert werden.

Bodendichtungen arbeiten mit Magneten oder Druckfedern und sind die montageaufwendigsten Dichtungsvarianten. Bei geschlossener Tür schliessen beide Varianten absolut dicht.

Klemmende Türen reparieren

In welchem Türbereich tritt das Problem auf, wodurch wird es ausgelöst? Sind Türbänder vorhanden, kann durch Justieren des Türblatts das Klemmen der Tür abgestellt werden? Oftmals kommt es vor, dass der Farbanstrich zu dick ist und dadurch die Tür klemmt. In diesem Fall sollte die entsprechende Stelle abgeschliffen werden. Wichtig dabei ist, dass gleich danach die betreffende Stelle wieder dünn mit Farbe gestrichen wird, damit das Holz nicht quellen kann. Wenn das alles nichts hilft, muss der Hobel ran! Achte beim Abhobeln darauf, dass Du von aussen nach innen arbeitest. Dadurch verhinderst Du ein Wegbrechen der Aussenkanten.

Schiefe Türen richten

Sollte das Türblatt einmal schief in der Zarge hängen, kannst Du das Türband drehen und damit das Problem beheben. Klemmt eine Tür im oberen Falz, kann man durch Heraus- oder Hineindrehen des Lochteils am Türblatt die Türstellung regulieren.

Türen anheben

Das Schleifen einer Tür am Boden ist häufig eine Verschleisserscheinung. Durch Einlegen von Ringen oder Scheiben in das Türband lässt sich dieses Problem ohne viel Mühe beheben. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Türheber oder das Austauschen der normalen Bänder gegen Hebebänder, die beim Öffnen der Tür automatisch das Türblatt maximal anheben. Ist ein neuer Bodenbelag vorgesehen, kommt man um das Kürzen des Türblatts nicht herum.

Kratzer ausbessern

Oberflächliche Schäden können leicht mit Wachskittstangen oder Retuschierstiften ausgebessert werden. Im Baumarkt werden Retuschierstifte in allen gängigen Holzfarben angeboten. Der Kratzer wird mit dem Retuschierstift abgedeckt. Abschliessend wird ein Matt- oder Glanzlack als Schutzschild aufgetragen.

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