Vorschriften und Regelungen im Schrebergarten
Bevor Du in Dein neues Abenteuer startest und mit Hacke und Gartenschere losziehst, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Regeln. Ja, auch im Schrebergarten gibt es Vorschriften – aber keine Sorge, die meisten davon sind ziemlich verständlich.
Je nach Gartenareal, Verein oder Standort gilt es das Gartenreglement oder die Statuten des Gartenvereins zu beachten. Darin ist festgehalten, welche Bepflanzung erlaubt ist oder welche Bauvorschriften eingehalten werden müssen. Informiere Dich am besten schon vor der Übernahme eines Gartens nach den geltenden Vorschriften. So vermeidest Du unangenehme Überraschungen und kannst mit voller Vorfreude mit der Planung Deines Gartens beginnen.
Auch grosse, offene Feuer, lautstarke Partys oder das Grillen rund um die Uhr kommen in vielen Kleingarten- oder Familiengärtnervereinen nicht so gut an. Jeder Verein hat seine eigenen Statuten und Reglemente, welche das Vereinsleben regeln. Diese solltest Du auf jeden Fall lesen. Im Zweifel wendest Du Dich am besten direkt an den Vorstand, so kannst Du spätere Konflikte vermeiden.
Die Bezeichnung Schrebergarten stammt übrigens vom Arzt Moritz Schreber, dessen Gesundheitsideen zur Gründung von Gartenanlagen für Arbeiterfamilien im 19. Jahrhundert führten. Früher vielleicht noch als spiessig angesehen, gewinnen Schrebergärten immer mehr an Beliebtheit und sind gerade für Personen, die in Stadtwohnungen leben, eine schöne Möglichkeit für ein Stück Natur.
Schrebergarten-Ideen: Obst und Gemüse
Du willst Dein eigenes Gemüse und Obst anbauen? Super Idee, gerade weil das im Schrebergarten oftmals sogar vorgeschrieben ist. Entweder legst Du Beete an oder versucht es mit einem Hochbeet.
Überleg Dir am besten vorher, was wann gepflanzt wird, damit Du das ganze Gartenjahr über ernten kannst. Unser Pflanzkalender hilft Dir dabei. Auch wichtig: Nicht alles wild durcheinander setzen. Einige Pflanzen vertragen sich super miteinander (z. B. Möhren und Zwiebeln), andere wiederum nicht so (z. B. Tomaten und Kartoffeln).
Kleingarten gestalten mit Zierpflanzen
Dein Schrebergarten soll nicht nur praktisch sein, sondern auch richtig schön aussehen? Dann bist Du bei der Gestaltung mit Zierpflanzen genau richtig. Wenn Du es bunt magst, sind Stauden wie Sonnenhut, Astern oder Rittersporn perfekte Begleiter durchs Gartenjahr. Sie kommen jedes Jahr wieder, brauchen nicht viel Pflege und sorgen mit ihrer Farbenpracht für echte Hingucker im Beet.
Auch Sommerblumen wie Zinnien, Cosmeen, Löwenmäulchen oder Schmuckkörbchen bringen Leben in Deinen Kleingarten – besonders, wenn Du sie locker über mehrere Beete verteilst. Ein Schrebergarten, der nicht nur gut aussieht, sondern auch herrlich duftet? Klar! Pflanze doch mal Lavendel, Jasmin, Phlox oder Duftrosen.
Für etwas mehr Ruhe und Struktur sorgen Ziergräser. Sie wiegen sich im Wind, sehen auch im Winter noch schön aus und bringen Bewegung ins Beet. Wer Platz hat, kann auch mal über Ziersträucher nachdenken: Flieder oder Deutzien blühen üppig und ziehen Bienen sowie Schmetterlinge an. Auch immergrüne Pflanzen wie Buchsbaum oder Ilex bringen das ganze Jahr über Form in den Garten.
Tipp für wenig Platz: Denk in Ebenen und Töpfen – Blühpflanzen in Kübeln oder Hängeampeln bringen auch Farbe in kleinere Gärten.
Schrebergarten gestalten mit Sichtschutz
Manchmal will man im Schrebergarten einfach seine Ruhe – ob zum Lesen, Entspannen oder einfach mal in der Sonne dösen. Dafür brauchst Du keinen Festungszaun, aber ein bisschen Sichtschutz schadet nicht.
Hecken und Kletterpflanzen sind super für einen natürlichen Look. Du könntest z. B. Liguster pflanzen oder ein Rankgitter mit Efeu oder Clematis aufstellen. Das sieht grün aus und schützt Dich vor neugierigen Blicken.
Eine kleine Mauer aus Naturstein oder Ziegeln kann toll aussehen und hält dauerhaft. Hier gibt es jedoch oft genaue Regeln hinsichtlich Höhe und Bauweise. Auch Holzzäune oder Lattenzäune sind beliebt, weil sie natürlich wirken und sich gut ins Gartenbild einfügen. Am besten fragst Du vor dem Bau bei Deinem Vereinsvorstand nach, welche Materialien und Höhen erlaubt sind.
DIY Gartenmöbel für den Kleingarten
Du hast nicht nur Lust darauf, Deinen Schrebergarten zu gestalten, sondern möchtest ihn gleich selbst möblieren? Dann ran an Holz, Schrauben und Farbe – DIY-Möbel sind meistens nicht nur günstiger, sondern machen Deinen Garten auch zu einem echten Unikat.
Palettenmöbel sind dabei der Klassiker: Aus ein paar Europaletten baust Du Dir im Handumdrehen eine Sitzbank oder einen Tisch. Mit etwas Farbe und ein paar Polstern sieht das gleich richtig einladend aus. Auch ein Hochbeet, ein Pflanztisch oder ein Grillwagen lassen sich easy selbst bauen – vor allem, wenn Du gerne mit den Händen arbeitest.
Was ausserdem nicht fehlen darf? Der Grill! Mit einer kleinen Grillecke oder Feuerstelle macht's im Sommer direkt noch mehr Spass. Auch hier lohnt sich vor dem Kauf ein Blick ins Gartenreglement.
Schrebergarten für Kinder gestalten
Ein Kleingarten ist für Kinder wie ein riesiger Abenteuerspielplatz – und mit ein bisschen Planung wird Dein Garten zum Lieblingsort für die ganze Familie. Das Gestalten eines Schrebergartens für Kinder ist nicht schwer. Wie wär’s mit einem eigenen kleinen Beet, wo Deine Kinder selbst Gemüse oder Obst pflanzen dürfen?
Dazu noch eine kleine Matschküche oder ein Insektenhotel, das Ihr gemeinsam bastelt – und schon wird aus Deinem Garten ein echtes Naturparadies. Und das Schönste, wenn Kinder im Garten mithelfen, lernen sie ganz nebenbei, woher ihr Essen kommt. Und wie viel Spass es macht, es wachsen zu sehen.
Achtung: Wichtig ist, dass die Spielbereiche sicher sind: keine giftigen Pflanzen, keine gefährlichen Gartengeräte in der Nähe und ein bisschen Schatten zum Ausruhen.
Schrebergarten Ideen: häufige Fragen
In Schrebergärten sind die gewerbliche Nutzung und eine dauerhafte Nutzung als Wohnsitz häufig verboten. Ausserdem gibt es meist Ruhezeiten während denen laute Maschinen nicht benutzt werden dürfen.
Übernachtungen sind meistens nur gelegentlich erlaubt, dauerhaftes Wohnen ist normalerweise untersagt.
Die maximal erlaubte Grösse von Bauten und Anlagen kann je nach Gartenareal variieren. Informiere Dich, bevor Du mit der Planung beginnst!
Pools müssen klein und mobil sein, feste grosse Pools sind meist nicht gestattet. Setze daher auf Aufstellpools und kläre die Vorgaben des Vereins vor dem Kauf ab.
Pflanzen, die das Nachbargrundstück stark beeinträchtigen oder invasiv sind (Neophyten), sind in den meisten Fällen verboten. Oft sind standortfremde Pflanzen wie Palmen oder hohe Hecken ebenfalls nicht erlaubt. Kontaktiere bei Unklarheiten den Vorstand Deines Gartenareals.





















