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Anleitung

Vinylboden verlegen

Lesezeit 16 min.

Vinylboden liegt voll im Trend: ob selbstklebend, vollflächig verklebt oder lose verlegt. Die Videoanleitung zeigt, wie Du selbstklebendes Vinyl verlegen kannst - Schritt für Schritt. Ergänzend zum Video findest Du Material- und Werkzeuglisten sowie weitere Anleitungen.

Herausforderung
Macher 1-2

Vorbereitung

Der Untergrund muss nicht nur eben, fest und staubfrei, sondern auch frei von Rissen, Verunreinigungen, Fetten oder Ölen sein. Zudem muss er dauerhaft trocken sein und bleiben! Hier findest Du eine Übersicht unterschiedlicher Untergrundbeschaffenheiten und Hinweise, wie Du Deinen Untergrund fachgerecht vorbereitest:

  • neuer Untergrund/Estrich: Unregelmässigkeiten mit geeigneter Spachtel-/Ausgleichsmasse ausgleichen. Boden sorgfältig anschleifen, Schichtdicke mindestens 2 mm. Staub aufsaugen und Haftgrund/Primer zur Vorbereitung der Klebung auftragen.
  • PVC-Bodenbelag, homogen: Direkte Verlegung auf PVC-Bodenbelag (ohne Schaum-/Textilrücken) nur möglich, wenn fest mit Unterboden verbunden. Belag grundreinigen/entfetten. Anschliessend Fläche mit klarem Wasser neutralisieren, bevor Haftgrund/Primer auftragen wird.
  • Linoleum, Kautschuk, Laminat, Teppichboden, Polyolefinbeläge: Direkte Verlegung nicht möglich. Altbelag entfernen und Untergrund begutachten. Zementäre Untergründe von alten Kleberschichten befreien. Unregelmässigkeiten mit geeigneter Spachtel-/Ausgleichsmasse ausgleichen. Boden sorgfältig anschleifen, Schichtdicke mindestens 2 mm. Staub aufsaugen und Haftgrund/Primer zur Vorbereitung der Klebung auftragen.
  • Holzfussboden: Direkte Verlegung möglich, wenn Holzfussboden fest, eben und fugenfrei ist. Bodenbelag muss entfettet werden. Anschliessend die Fläche mit klarem Wasser neutralisieren, bevor der Haftgrund aufgetragen wird. Alternativ können auf den Altbelag auch auf die Raumverhältnisse abgestimmte Spannplatten (keine OSB-Platten) zur Untergrundvorbereitung verlegt werden. Die Platten schwimmend verlegen und nach Herstellerangaben verbinden. Die Plattenfugen mit geeigneter Fugenmasse ausfüllen. Zur Vorbereitung der Klebung einen Haftgrund/Primer auftragen.
  • Keramikfliesen: Verlegung auf vorhandenen, keramischen Fliesen nur möglich, wenn diese abgespachtelt bzw. geglättet werden. Anschliessend Staub aufsaugen und Haftgrund/Primer zur Vorbereitung der Klebung auftragen.

Selbstklebende Vinyldielen verlegen

Material- und Werkzeugliste
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Altbelag entfernen

01

Zuerst wird die alte Sockelleiste entfernt. Falls die alte Sockelleiste angeklebt ist, kann dabei die Farbe oder Tapete über der Sockelleiste einreissen. Um das zu verhindern wird die Tapete bzw. die Farbe oberhalb der Sockelleiste mit einem Teppichmesser eingeschnitten. Verwende zum Abhebeln der alten Sockelleiste einen stabilen Spachtel oder einen Stechbeitel. Wenn die Leiste abgehebelt ist, zieht man die Nägel heraus, sonst besteht Verletzungsgefahr. Übergangsprofile an den Türen werden entfernt – verwahre sie aber, denn Du kannst sie wieder verwenden.

Arbeitsschritt 1
Arbeitsschritt 1
02

Ein alter Bodenbelag ist als Untergrund für einen neuen nicht geeignet und muss entfernt werden. Schneide ihn dazu mit einem Teppichmesser mit Hakenklinge in schmale Streifen. Dann kannst Du ihn abziehen. Je schmaler die Streifen, desto leichter lassen sie sich abziehen. Den alten Boden kannst Du je nach Menge mit dem Restmüll oder auf dem Entsorgungshof entsorgen. Bei grossen Flächen lohnt es sich, zum Entfernen des alten Teppichbodens einen Teppichstripper auszuleihen. Schneide die Teppichbahnen in der Breite der Stripper-Klinge in Streifen. Dann fährst Du mit der scharfen Klinge der Maschine mühelos unter den alten Teppich und trennst ihn vom Boden.

Arbeitsschritt 2
Arbeitsschritt 2

Boden vorbereiten

03

Jetzt werden die verbliebenen Kleberreste des alten Teppichs entfernt. Bei einer kleinen Fläche geht das noch mit einem Spachtel oder einem Stechbeitel, grössere Flächen verlangen nach einer Maschine. Entweder nimmst Du einen Exzenterschleifer für den Handbetrieb oder mietest Dir eine Tellerschleifmaschine. Der Schleifstaub und alle losen Teile müssen gründlich entfernt werden. Türen, die in den Raum aufgehen, kannst Du aushängen, dann stören sie nicht. Schütze den Türrahmen mit Kreppband.

Arbeitsschritt 3
Arbeitsschritt 3
04

Wenn die Fläche glatt und sauber ist, entscheidet die Wasserwaage, wie es weitergeht. Unebenheiten müssen ausgeglichen werden. Mit Fliessspachtel kannst Du die gesamte Bodenfläche in einem Arbeitsschritt glätten und ebnen. Dazu werden umlaufend an den Wänden Randdämmstreifen angebracht, um die Wände zu entkoppeln. Die saubere Bodenfläche wird anschliessend grundiert. Verwende für saugfähige Böden Tiefengrund. Trage ihn an den Rändern mit dem Pinsel auf, grosse Flächen werden gerollt. Den Tiefengrund dann trocknen lassen.

Arbeitsschritt 4
Arbeitsschritt 4
05

Mische die Fliessspachtelmasse im angegebenen Mischungsverhältnis an. Du benötigst dazu einen sauberen Mörtelkübel und am besten ein Rührwerk. Die Masse muss klumpenfrei sein. Schütte einen Teil der Masse gegenüber der Eingangstür auf den Boden – beginne in einer Raumecke und unterstütze das Verlaufen mit einer Glättkelle. Giesse immer weiter Masse nach, bis sie sich im Raum gleichmässig verteilt hat – immer nass in nass arbeiten. Fahre mit einer Nagelwalze über die nasse Fläche, so vermeidest Du Lufteinschlüsse im Fliessspachtel.

Arbeitsschritt 5
Arbeitsschritt 5
06

Weist die Fläche nach dem Trocknen noch Unebenheiten auf? Dann schleife noch einmal mit dem Exzenterschleifer über diese Stellen. Danach gründlich absaugen und mit Tiefengrund grundieren.

Arbeitsschritt 6
Arbeitsschritt 6

Tipp

Du kannst die Fläche betreten, wenn Du Nagelsohlen unter Deine Schuhe schnallst. Damit kannst Du auf der frischen Masse laufen, ohne Schaden anzurichten.

Boden verlegen

07

Rechne zuerst die erforderliche Materialmenge aus: Raumlänge mal Raumbreite plus 10 % Verschnitt. Rechne Heizkörpernischen im Raum zu dieser Fläche hinzu. Die Vinyldielen müssen sich vor dem Verlegen 24 Stunden im Verlegeraum akklimatisieren, d. h. an das Raumklima anpassen. Mische sie beim Verlegen aus mehreren Paketen. Verlege dann von der Tür aus, denn das ist die Hauptblickrichtung. Auch wenn die Wände nicht ganz gerade sind – hier muss die erste Reihe exakt gerade verlegt werden. Spanne dazu eine Schlagschnur im rechten Winkel von der Türmitte zur gegenüberliegenden Wand und zeichne damit eine Hilfslinie.

Arbeitsschritt 7
Arbeitsschritt 7
08

Der Pfeil auf der Dielenrückseite zeigt die Verlegerichtung an. Sie muss immer gleich sein. Ziehe an der ersten Diele ein Stück der rückseitigen Folie ab und lege die Diele genau an der Hilfslinie an. Dann die restliche Folie weiter abziehen und dabei die Diele am Boden festdrücken.

Arbeitsschritt 8
Arbeitsschritt 8
09

Beginne gleich eine zweite Verlegereihe daneben. So ist es einfacher, den geraden Verlauf einzuhalten. Die zweite Diele wird um mindestens ein Drittel gegenüber der ersten Diele versetzt verlegt. Dadurch entsteht automatisch ein Fugenversatz.

Arbeitsschritt 9
Arbeitsschritt 9
10

An der gegenüberliegenden Wand angekommen, legst Du eine Diele mit Klebeschutzfolie auf die zuletzt verlegte Diele allseits bündig auf. Dazu die Schutzfolie am Rand umknicken, damit sie nicht übersteht. Eine weitere Diele legst Du nun als Schablone oben drauf und schiebst sie bis an die Wand – mit einem Abstand von ca. 2 mm zur Wand. Jetzt kannst Du die mittlere der drei Dielen anritzen und dann abknicken. Diese Diele passt jetzt genau in die Lücke; du brauchst sie nur noch einzukleben.

Arbeitsschritt 10
Arbeitsschritt 10
11

Der kurze Dielenabschnitt, der vom letzten Arbeitsschritt übrig ist, wird als erste Diele der nächsten Reihe eingeklebt. Komplizierte Zuschnitte am Türrahmen oder in Nischen überträgst Du durch Auflegen einer weiteren Diele oder eines Lineals auf die anzupassende Diele.

Arbeitsschritt 11
Arbeitsschritt 11
12

Ritze die einzelnen Schnitte nur von der Oberseite an und knicke sie dann entlang der Linien ab. Prüfe, ob der Zuschnitt passt. Dann erst die Folie auf der Rückseite abziehen und den Zuschnitt einkleben.

Arbeitsschritt 12
Arbeitsschritt 12
13

An Heizungsrohren überträgst Du die Position der benötigten Löcher auf die Diele und bohrst mit einem Forstnerbohrer die Rohröffnungen heraus. Lege zum Bohren eine Unterlage unter die Diele, z. B. eine Hartschaumplatte. Wähle den Lochdurchmesser etwas grösser als den Rohrdurchmesser, dann lässt sich die Diele besser einpassen. Schneide die Stege zwischen den Löchern so auf, dass die Diele über die Rohre gestülpt werden kann.

Arbeitsschritt 13
Arbeitsschritt 13
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Du kannst die Löcher auch einfach quadratisch anritzen und herausbrechen – wähle die Ausschnitte aber nur so gross, dass sie noch von Heizkörperrosetten abgedeckt werden können. Danach die Stege durchtrennen und die Diele über die Rohre stülpen.

Arbeitsschritt 14
Arbeitsschritt 14
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Die letzen Dielen an der Wand werden wieder durch Übereinanderlegen schnell und einfach auf die benötigte Breite gekürzt und eingeklebt. Fertig. Falls jetzt noch komplette und verpackte Dielenpakete übrig sind, kannst Du sie zurückgeben oder – besser noch – als Reserve aufheben, um beschädigte Dielen austauschen zu können.

Arbeitsschritt 15
Arbeitsschritt 15

Tipp

Falls eine Diele ausgetauscht werden muss, erwärme sie mit einem Föhn. Durch die Wärme löst sich der Kleber und die Diele kann herausgenommen werden. Danach die neue Diele zuschneiden und einsetzen.

Abschlussarbeiten

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Prüfe vor dem Anschrauben der Sockelleisten, ob die der Wand Leitungen oder Rohre verlegt sind. Ein Ortungsgerät zeigt Dir diese an.

Arbeitsschritt 16
Arbeitsschritt 16
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Bei einer Sockelleiste ohne spezielle Eckverbindungen schneidest Du diese selbst mit der Gehrungssäge auf Gehrung. Auch die Längszuschnitte kannst Du damit auf Gehrung zuschneiden. Die einzelnen Abschnitte werden an der Wand verschraubt. Markiere dazu die äusseren Schraubenlöcher etwa 5 cm von den Enden entfernt. Halte dazwischen etwa 50 cm Abstand zwischen den Schrauben ein. Lege nach dem Anzeichnen eine Unterlage unter die Sockelleisten und bohre die Schraubenlöcher mit dem Holzbohrer in Höhe der Leistenmitte. Platziere die Leiste dann an der Wand und bohre mit einem Steinbohrer durch die Schraubenlöcher die Wand leicht an. Die Leiste zur Seite legen und an der Wand die markierten Löcher für die Dübel bohren – dazu den Tiefenanschlag an der Bohrmaschine einstellen. Nach dem Einsetzen der Dübel kannst Du die Leisten verschrauben. Zum Schluss das Übergangsprofil verschrauben – fertig.

Arbeitsschritt 17
Arbeitsschritt 17

Vinylboden kleben

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Eine optimale Flächenaufteilung erreichst Du, indem Du den Raum vor dem Verlegen ausmisst und mittig Markierungslinien anbringst. Am einfachsten geht das zu zweit mit einer Schlagschnur. Die Schnur über die Raumbreite spannen und loslassen. Wenn die Schnur auf dem Boden auftrifft, erzeugt sie eine farbige Linie.

Arbeitsschritt 1
Arbeitsschritt 1
19

Trage dann den Kleber mit dem vorgeschriebenen Werkzeug, z. B. einem Kleberroller, auf die Bodenfläche auf. Richte Dich dabei nach den Herstellerangaben. Diese geben auch die offene Zeit des Klebers an. Während dieser Zeitspanne kannst Du die Vinyl-Dielen verlegen. Trage nur so viel Kleber auf, wie Du in dieser Zeitspanne verarbeiten kannst.

Arbeitsschritt 2
Arbeitsschritt 2
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Lege die Erste Diele in das Kleberbett und richte sie entlang der Markierungslinie in der Mitte aus. Die erste Diele muss exakt sitzen, damit auch die weiteren Reihen gerade werden. Drücke die Diele dann mit einer Andrückrolle in das Kleberbett.

Arbeitsschritt 3
Arbeitsschritt 3
21

Aus Fertigungsgründen haben die Dielen eine Laufrichtung. Diese ist auf der Rückseite der Dielen aufgedruckt. Du solltest die Dielen immer in der gleichen Richtung verlegen. Am besten bereitest Du dir einen Stapel – gemischt aus mehreren Paketen – so vor, dass die Laufrichtung immer gleich ist. Dann musst Du beim Verlegen nicht mehr darauf achten.

Arbeitsschritt 4
Arbeitsschritt 4
22

Verlege die nächsten Dielen reihenweise in Richtung der Wand. Du kannst erst mit ganzen Dielen arbeiten und die Fläche soweit fertig stellen. Versetze jede zweite Reihe um 15 bis 18 cm. Dann zu der Wandseite hin die Zuschnitte anfertigen und verlegen. Dieses Vorgehen ist rationeller, als wenn Du in jeder Reihe Zuschnitte anfertigen musst. Lasse zu den Wänden einen Spalt von 2 mm.

Arbeitsschritt 5
Arbeitsschritt 5
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Die letzte Vinyl-Diele in der Reihe muss nun in der Länge zugeschnitten werden. Das geht am einfachsten, indem Du sie deckungsgleich auf die letzte verlegte Diele legst. Darauf legst Du nun eine dritte Diele bis an die Wand; sie dient lediglich als Mass für den richtigen Abstand und als Schneidekante. Ritze die mittlere Diele mit einem Teppichmesser mit Trapezklinge entlang der obersten Diele an. Lege die oberste Diele beiseite. Die angeritzte Diele kannst Du nun abknicken und mit dem Teppichmesser komplett durchschneiden. Sie passt genau in die verbliebene Lücke. Verlege dann alle weiteren Abschnitte in Deinem Raum.

Arbeitsschritt 6
Arbeitsschritt 6
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Die letzte Diele Richtung Wand muss ebenfalls geschnitten werden. Die Schnittkante sollte zur Wand zeigen. Lege Dir am besten wieder eine Diele deckungsgleich auf die letzte verlegte Diele und markiere den Zuschnitt mit einer weiteren Diele, die Du Richtung Wand schiebst. Halte auch hier einen Abstand von 2 mm zur Wand ein. Alternativ kannst Du den benötigten Abstand auch mit dem Metermass abmessen und dann zuschneiden.

Arbeitsschritt 7
Arbeitsschritt 7
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Zur fachgerechten Verlegung von Vinyl-Dielen gehören auch Sockelleisten als Randabschluss. Übergänge zu anderen Räumen und Bodenbelägen werden mit Übergangsprofilen ausgeführt.

Arbeitsschritt 7
Arbeitsschritt 7

Vinylboden lose verlegen

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Die Vinyldielen werden lose verlegt. Sie bleiben flach auf dem vorbereiteten Untergrund liegen. Nur wenn Dein Verlegeraum grösser als 16 qm ist, solltest Du die Dielen an den umlaufenden Rändern mit Dispersionskleber fixieren.

Arbeitsschritt 1
Arbeitsschritt 1
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Beginne mit dem Verlegen in einer Ecke. Wenn Du keine gerade Wandfläche hast, kannst du auch in der Raummitte mit dem Verlegen beginnen und die Dielen reihenweise bis zu den Wänden verlegen. An den Wänden schneidest du die Dielen passend zu. Verlege die Dielen so, dass kein Wandabstand bleibt. Verlege dann weitere Vinyl-Dielen in der ersten Reihe. Achte darauf, dass sie dicht aneinander liegen.

Arbeitsschritt 2
Arbeitsschritt 2
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Die letzte Vinyldiele in der Reihe muss nun in der Länge zugeschnitten werden. Das geht am einfachsten, indem Du sie deckungsgleich auf die letzte verlegte Diele legst. Darauf legst Du nun eine dritte Diele bis an die Wand; sie dient lediglich als Mass für den richtigen Abstand und als Schneidkante.

Arbeitsschritt 3
Arbeitsschritt 3
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Ritze die mittlere Diele mit einem Teppichmesser mit Trapezklinge entlang der obersten Diele an. Lege die oberste Diele beiseite. Die angeritzte Diele kannst Du nun abknicken und mit dem Teppichmesser komplett durchschneiden. Sie passt genau in die verbliebene Lücke der ersten Reihe. Nach diesem einfachen Prinzip führst Du alle weiteren Zuschnitte aus.

Arbeitsschritt 4
Arbeitsschritt 4
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Das zugeschnittene Teilstück legst Du nun am Ende der Verlegereihe in die verbliebene Lücke. Die erste Reihe ist fertig. Das Reststück von diesem Zuschnitt kannst Du für den Anfang der nächsten Reihe verwenden. Achte darauf, dass dieses Stück mindestens 30 cm lang ist. Ist es kürzer als 30 cm, solltest Du ein neues Stück zuschneiden. Nach diesem Endlos-Verlegeprinzip kannst Du nun alle weiteren Reihen ohne Verschnitt verlegen.

Arbeitsschritt 5
Arbeitsschritt 5
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Für die letzte Verlegereihe müssen die Dielen auf die verbleibende Breite zugeschnitten werden. Lege Dir auch hier wieder auf die letzte Reihe deckungsgleich eine Diele auf und markiere mit einer dritten Diele den benötigten Zuschnitt. Du kannst die Diele auch direkt mit dem Teppichmesser anritzen, abknicken und dann durchschneiden.

Arbeitsschritt 6
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Zur fachgerechten Verlegung von Vinyl-Dielen gehören auch Sockelleisten als Randabschluss. Übergänge zu anderen Räumen und Bodenbelägen werden mit Übergangsprofilen ausgeführt.

Arbeitsschritt 7
Arbeitsschritt 7

Verlegemuster planen

Vor der Verlegung der Dielen muss die Mittelachse des Raumes festgelegt werden. Diese ist abhängig von Raumform und Design Deines Bodens. Starte mit dem Verlegen in der Mitte des Raumes. Dielen werden immer von der Mitte aus zum Rand hin festgedrückt. Die Verlegerichtung wird entsprechend der Verlegeanleitung festgelegt.

Mach Dir ausserdem Gedanken über das gewünschte Verlegemuster, das die Wirkung des Bodens im Raum massgeblich beeinflusst. Beispiele für verschiedene Verlegemuster:

Hornbach
1 2 3 4
Das siehst Du hier
1
Wilder Verband/Schiffsbodenverband
2
Englischer Verband
3
Altdeutscher Verband
4
Fischgrätmuster

Vinylboden an Problemstellen verlegen

Problemstelle Heizungsrohre

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Zur Verlegung an problematischen Stellen, wie z. B. an Heizungsrohren, werden Ausschnitte in der Diele benötigt. Zeichne Dir diese auf der Dielenoberseite mit einem Bleistift auf. Das Schutzpapier auf der Dielenrückseite noch nicht abziehen. Achte bei der Anordnung der Diele auf die gleiche Laufrichtung.

Arbeitsschritt 1
Arbeitsschritt 1
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Nach dem Anzeichnen können die Ausschnitte mit dem Cutter entlang eines Stahllineals oder dem Anschlagwinkel gemacht werden. Du musst das Material nicht komplett durchtrennen. Knicke es entlang der Einschnitte und breche dadurch die Ausschnitte heraus. Nun das Schutzpapier abziehen und die Diele an der vorgesehenen Stelle einpassen. Die Fehlstellen hinter den Heizungsrohren können mit den Ausschnitten gefüllt werden. An den Heizungsrohren kannst Du jetzt noch Heizkörperrosetten aufsetzen.

Arbeitsschritt 2
Arbeitsschritt 2

Problemstelle Türzarge

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An Türzargen muss die Diele in Form geschnitten werden. Am besten geht das, indem man sich für den benötigten Ausschnitt eine Schablone schneidet oder eine Konturenlehre verwendet.

Arbeitsschritt 3
Arbeitsschritt 3
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Mit dieser greift man die Form ab und kann sie ganz einfach auf das Material übertragen. Jetzt nur noch schneiden und verlegen.

Arbeitsschritt 4
Arbeitsschritt 4

Tipps rund um Vinyldielen

  • Vinyldielen kaufen: Wir empfehlen, den kompletten Bedarf an Vinyldielen auf einen Rutsch zu bestellen bzw. zu kaufen. Bei wiederholten Bestellungen können leichte herstellungsbedingte Abweichungen vorkommen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, solltest Du alle Pakete auf eine einheitliche Chargennummer überprüfen – so vermeidest Du ungewollte Farbunterschiede in Deinem neuen Bodenbelag.
  • Transport und Lagerung: Kartons werden immer liegend, niemals stehend transportiert – so vermeidest Du unschöne Verformungen! Vinyldielen nicht in feuchten, staubigen oder Räumen mit extremen Temperaturen über 50 Grad lagern.
  • Vinylboden mit Fussbodenheizung: Die Temperatur der Fussbodenheizung darf 28°C nicht überschreiten. Korrektes Aufheizen ist Voraussetzung für die Verlegung. Sie sollte mindestens 4 Wochen vor einer geplanten Verlegung des Bodenbelages in Betrieb gewesen sein. Die Heizung muss 24 Stunden vor und während der Untergrundvorbereitung und der Verlegung ausgeschaltet werden. Nach der Verlegung kann die Fussbodenheizung wieder langsam hochgefahren werden. Bei der Verlegung sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum unter 65 % liegen. Einzelne Dielen schneidest Du am besten mithilfe einer Papierschablone. Kleberreste entfernst Du einfach mit Waschbenzin.

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